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Das Leiden an der Twitterwall

Twitterwall an der re:publica 09 (von flickr-user leralle; CC BY-NC-SA 2.0) – davor: ein paar Menschen.

Letzthin an der Tagung zur Eröffnung der Blog-Plattform de.hypotheses.org war ich zum ersten Mal mit einer Twitterwall konfrontiert. So darf man es wohl sagen, denn die Anordnung der Projektion (direkt über den Köpfen der Vortragenden, gleich neben der Projektion der Powerpoint/Keynote/Prezi-Folien) liess quasi gar keine andere Wahl, als gebannt auf den nächsten Refresh-Zyklus zu warten (mehr …)

Digitale Medien und Infrastrukturen für die Geschichtswissenschaften

tagung2009

Wir wollen ja auf keinen Fall den völlig abwegigen Eindruck erwecken, am 11. und 12. September werde lediglich das zehnjährige Jubiläum von hist.net gefeiert, weswegen wir zur Sicherheit nochmals auf die gemeinsam mit den Freunden und Kollegen von AHC Schweiz und infoclio.ch organisierte Tagung hinweisen wollen.
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Horizont erweitern

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Aufgrund meiner wissenschaftlichen Sozialisation habe ich gelernt, nur immer ein Land weit nach Norden und ein Land nach Osten und Westen zu schauen. Und alleine die Informationsflut von H-Soz-und-Kult überforderte mich schon seit Anbeginn. So kam es, dass ich erst nach elf Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit diese Ressource entdeckte: www.conferencealerts.com.

Conference Alerts gibt einen Überblick der kommenden Tagungen, schön nach Disziplinen oder Land geordnet. Wenn man ein Abo einrichtet, kann man sich gezielt nach eingegebenen Keywords und Region informieren lassen.

Tagungen online?

Die Kollegen vom Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg SFB/FK 615 «Medienumbrüche» in Siegen haben die Streams der Jahrestagung zum Thema «Leitmedien» ins Netz gestellt. Merci!

Wohl die meisten von uns schauen sich gerne an, wie sie in einem solchen Filmchen wirken. Man entdeckt Macken und ärgert sich über blöde Formulierungen, nimmt sich vor, das nächste Mal vielleicht zum Coiffeur zu gehen etc. Alles neue Erfahrungen (zumindest für die meisten).

Aber: Diese Transparenz bedeutet auch, dass man nicht mehr so einfach einen alten Vortrag nochmals halten kann (was ja in Ordnung ist). Und bedeutet auch, dass man vor allem in den anschliessenden Diskussionen ein wenig vorsichtig wird. Und genau das nicht macht, was man doch an Tagungen, zumal im kleinen Kreis, so gut machen kann: neue Thesen ausprobieren, ein wenig laut denken, einen Gedanken ad hoc entwickeln. Funktioniert das auch, wenn die Kamera mitläuft? Und die Filmchen unkontrollierte Wege gehen und man plötzlich mit Ideen konfrontiert wird, die man so öffentlich gar nicht äussern wollte?

Schwer zu sagen. Vermutlich haben wir noch zu wenig Erfahrung in diesem Bereich.

Siehe auch: Bassler, Harald: Diskussionen nach Vorträgen bei wissenschaftlichen Tagungen, in: Auer, Peter / Bassler, Harald (Hrsg.): Reden und Schreiben in der Wissenschaft, Frankfurt am Main 2007, S. 133-154.

WissKom2007: Volltexte gut versteckt

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Das ist mehr als seltsam: Archivalia vermeldet, dass der Volltext des Tagungsbandes der diesjährigen WissKom2007 in Jülich (wir berichteten) frei als Volltext erhältlich ist. Das freut uns natürlich. Weniger erfreut sind wir aber darüber, dass wir als Autoren darüber nicht informiert werden und auch auf den Webseiten des Verlags und der Tagung kein Hinweis zu finden ist.