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Google goes Facebook?

Bevor Kollega Hodel wieder einen seiner berüchtigten Erstaprilscherze hier ablässt, hier noch eine seriöse Meldung, die ich heute aus der News-Flut gefischt habe und die mich etwas nachdenklich gestimmt hat: Verschiedenen Berichten zu Folge führt Google eine neue Funktion ein, welche es den Nutzer/innen ermöglicht, Anzeigen und später auch Treffer zu «liken». So wie bei Facebook auch.
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«Google Classic»


«Please allow 30 days for search results» – Priceless. (via Adresscomptoir)

Suchen im Netz: «algorithmisch» und/oder «sozial»?

Die Techniken des Suchens im Netz gehören noch immer zu den am meisten diskutierten Themen beim wissenschaftlichen Umgang mit dem Internet. Während man sich vor zehn Jahren noch zwischen systematischen Suchdiensten wie Yahoo und Volltextsuchen wie Hotbot und später Google entscheiden musste, lautet die Frage heute «algorithmische Suche» oder «soziale Suche»? Mit einer «algorithmischen Suche» sind Volltextsuchen gemeint, eine «soziale Suche» bezeichnet die Verwendung von Web 2.0-Angeboten, die mit offenen Beschlagwortungen, sogenannten Folksomomien, arbeiten.
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Wiki im Unterricht: Erfahrungsbericht

 Wege in die Moderne
 
Die Ankündigung von Peter Haber zum (viel versprechenden) Kurs über Wikipedistik, sowie ein Erfahrungsbericht von Mark Stoneman (von Clio and Me, Blog des Monats im März d.J.) über seinen Kurs, in dem er Studierende mit Wikipedia arbeiten liess (und in einem Wiki den Kurs mit immerhin 111 Teilnehmenden administrierte), ist Anlass, kurz über meine Erfahrungen beim Einsatz von Wikis und Umgang mit Wikipedia in meinen Kurs im letzten Semester zu berichten. Ich komme zu ähnlichen Einschätzungen, wie Mark Stoneman in seinem Bericht und wie ich unter dem Titel „Digital Secondos„: Die Medienkompetenz der Studierenden ist sehr heterogen. Und doch kann man für die meisten sagen: Sie können zwar suchen, finden aber nichts, was sie für ihre Hochschulaufgaben verwenden könnten. Und von Wikipedia – oder überhaupt von Wikis – kennen Sie allenfalls die Benutzer-Oberfläche und dass alle reinschreiben können. Und Wikis für Unterrichtszwecke zu benutzen, hat seine Tücken.

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Medienkompetenz 0.0

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Kollega Hodel hat heute verdankenswerterweise bereits auf die Problematik der „Net Generation“ hingewiesen (die er, für mich etwas irreführend, „Digital Secondos“ nennt). Im Suchprotokoll unseres Weblogs fand ich heute einen Eintrag, der mich wirklich etwas nachdenklich gestimmt hat:

Folgende Suche fand sich im Logfile unseres Weblogs: „wie viele bücher hat die basler uni bib“. Gehen wir eimal davon aus, dass das Protokoll einen Teil der Anfrage abgeschnitten hat und es statt „bib“ vermutlich „bibliothek“ geheissen hat. Da wollte also jemand herausfinden, wieviele Bücher die Univeristätsbibliothek Basel besitzt und hat diese Frage bei einer Suchmaschine eingegeben, hat in der Trefferliste einen Eintrag gefunden, der auf unser Weblog verwiesen hat und ist dann so bei uns gelandet. Die Antwort fand er oder sie kaum bei uns, allenfalls einen Eintrag, der die gleichen oder ähnliche Begriffe enthielt.

Ich frage mich: Wieviel Medieninkompetenz braucht es, um eine solche Frage in dieser Form zu stellen und dann wohl auch noch auf eine Antwort zu hoffen? Und vielleicht noch interessanter die Frage: wieviele Menschen würden tatsächlich mit der hier formulierten Fragestellung so vorgehen, wie dies der oder die Suchende offensichtlich getan hat?

Dass „Wir in der grossen, weiten Medienwelt“ oftmals einsam dastehen, ist keine neue Erkenntnis. Aber über die Dimensionen der Inkompetenz staunen wir dann doch immer wieder.