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«THE FACEBOOK» in the time machine

No comment!

Geschichte schreiben im digitalen Zeitalter

Geschichtsschreibung, so stellte Rudolf Vierhaus vor Jahren einmal fest, ist die sprachliche Darstellung von komplexen diachronen und synchronen Zusammenhängen in der Vergangenheit (Vierhaus 1982). Wenn wir also über das Schreiben der Geschichte nachdenken, so bedeutet dies, dass wir über die Möglichkeiten dieser sprachlichen Darstellung unter den Bedingungen digitaler Schreibprozesse und Verbreitungswege nachdenken.

Konkret lassen sich dabei zwei Fragekomplexe ausmachen: Zum einen geht es um die medialen Bedingtheiten des Schreibens und, daraus abgeleitet, um die Frage des historischen Narrativs. Im Leitmedium des Digitalen, im World Wide Web, ist durch die Hypertextualität des Mediums das grundsätzlich lineare Moment des Narrativs in Frage stellt. Zum anderen geht es um neue Formen des gemeinschaftlichen Produktionsprozesses, um das sogenannte Collaborative writing, und damit verbunden um die Frage der Autorschaft von Geschichtsschreibung.
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Wikipedia. Ein Web 2.0-Projekt, das eine Enzyklopädie sein möchte

Obwohl sich in den letzten Jahren mit der sogenannten Wikipedistik ein eigentlicher Forschungszweig rund um Wikipedia etabliert hat und in diesem Bereich auch internationale Kooperationen bestehen, scheint im konkreten Umgang mit dem Phänomen Wikipedia – insbesondere was die Schulen betrifft – noch immer grosse Verunsicherung zu herrschen: Darf man aus der Wikipedia zitieren? Eignen sich die Texte als Einstiegslektüre? Wie zuverlässig sind die historischen Fakten und Daten, die man in der Wikipedia findet? Und: Gibt es eine Möglichkeit, die Zuverlässigkeit einzelner Einträge zu überprüfen?

Die Auseinandersetzungen um diese und noch weitere Fragen rund um Wikipedia halten nun schon seit Jahren an und ein Ende scheint sich noch nicht abzuzeichnen. Schule und Universität versuchen zwar, zunehmend pragmatisch auf Wikipedia zu reagieren, aber beantwortet wurden die Fragen eigentlich erst ansatzweise. Die Fragen werden auch hier nicht eine Antwort finden. Ziel dieses Beitrages ist es vielmehr, einen möglichen Rahmen für die Diskussionen rund um Wikipedia zu definieren und auf aktuelle Probleme des Phänomens Wikipedia im Zusammenhang von Schule und Universität hinzuweisen.
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Thatcamp Switzerland 2011


Wer sich auf dem Laufenden halten möchte darüber, was im THATcamp 2011 in Lausanne vor sich geht, wird bei Mills Kelly bestens bedient – unser Kollege schreibt nicht nur regelmässig darüber, was hier passiert: Seine Session wurde gerade von zwei streitbaren Damen «besetzt». Eva Pfanzelter und Mareike König widmen die Session um zu einer Diskussion über die Rolle von Frauen in Social Media. Zwei (von 25) Teilnehmenden verlassen den Saal, hier die Zusammenfassung der lebhaften Diskussion aus Sicht des «ausgebooteten» Mills Kelly. To be continued… hier oder anderswo.
Wer die Twitter Wall konsultieren möchte, der findet Informationen unter dem Hash-Tag #tcch.

Die Hashtags der Woche

Für alle, die nicht an allen Konferenzen gleichzeitig sein können, hier die Hashtags der Woche:

Bitte weitere Hashtags in die Kommentarspalte posten!

Twittern für die F.A.Z.

Stell Dir vor, Du twitterst unbekümmert (um nicht zu sagen etwas polemisch) an einer Tagung mit, sagen wir, sechzig Leuten. Und ein paar Tage später zitiert die F.A.Z. aus einem Deiner etwas vorlauten Tweets. So geschehen im Nachgang zur Tagung «Dans la toile des médias sociaux / Im Netz der sozialen Medien» Ende Juni in Paris. Soll noch einer sagen, twittern sei irrelevant für die Wissenschaft (wie ich das selbst anfangs etwas vorwitzig gesagt habe – Asche über mein Haupt).

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