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Ausschreibung für Internetpublikation zur Geschichte der Sozialen Sicherheit in der Schweiz

Das Bundesamt für Sozialversicherung schreibt einen Auftrag aus für eine mittelgrosse Internetpublikation (Kostendach 80’000 CHF), die die Geschichte der Sozialversicherung, bzw. der sozialen Sicherheit in der Schweiz behandeln soll. Interessierte Kolleg/innen können sich über die Details der Ausschreibung auf der Website des BSV informieren (http://www.bsv.admin.ch/100Jahre). Deadline für Eingaben von Offerten ist der 17. August 2012.

(Screenshot: Ausriss aus dem einschlägigem Eintrag im HLS)

Unterrichten in Sibirien

Natürlich unterrichte ich zur Zeit nicht in Sibirien, sondern in Potsdam. Die Temperaturen hier in Brandenburg sind allerdinhs durchaus sibirisch. Das Thermometer zeigt zur Zeit -7.2°C an, der pfeifende Wind macht daraus indes gefühlte -15°C.
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Geschichtsfernsehen bei der SRG

Tagesschau vom 17.10.2010

Die SRG dreht zur Zeit eine historische Dokumentation über Henri Dufour, den ersten General der Schweiz. Die Dreharbeiten dazu haben im Oktober begonnen, wie die Tagesschau vor einigen Tagen berichtete. (vielen Dank Belinda Joho für den Hinweis!).

When History meets the Public

Endlich wieder ein bisschen Historikertagsstimmung: Ein propevoller Hörsaal, bei dem sogar die Bodensitzplätze so rar waren, dass auch das Referentenpültchen umlagert wurde. Wie früher halt, richtig gemütlich. Um was es ging? Um Public History natürlich.

Die Kollegen vom Historikertag-Blog sassen wie ein schwarzer Block in der Mitte des Hörsaals und werden ganz sicher ausführlich über diese gelungene Veranstaltung berichten.

So kann ich also ganz beruhigt an den H-Soz-u-Kult-Empfang gehen 😉

H-Net goes Hungary!

Nach längeren Vorbereitungen ist gestern in Budapest der Grundstein für eine ungarische Diskussionsliste im Rahmen von H-Net gelegt worden. Das ist insofern bemerkenswert, weil die ungarische Geschichtswissenschaft sich in einer sehr speziellen Situation befindet.
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Ist Wikipedia für die Öffentlichkeit oder für Academia?

academiefrancaise

Nando Stöcklin hat mit einer netten und differenzierten Replik auf die Reflexe-Sendung von Donnerstag reagiert. Darin macht er eine spannende, im Grunde genommen richtige, aber in der Praxis heikle Aussage: «Wikipedia ist ein Dienst für die Öffentlichkeit, kein Dienst primär für Akademiker. Wir sollten die Welt der Wissenschaft und die Welt der Öffentlichkeit deutlich auseinanderhalten.»
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Public Historian: Geschichtsblog des Monats Juli 2008

public historian

Aus aktuellem Anlass sei in der Rubrik „Geschichtsblog des Monats“ ein Blog vorgestellt, der sich deklarierterweise mit dem Thema Public History befasst, das ja seit kurzem auch in unserem Weblog sachkundig von Kollegin Bea Schumacher behandelt wird. Public Historian ist ein sehr persönlicher Blog der Wissenschaftshistorikerin Suzanne Fischer, die seit kurzem als Kuratorin am Henry-Ford-Museum arbeitet. Fischer berichtet aus ihrer beruflichen und akademischen Tätigkeit und äussert sich zu verschiedenen Aspekten des Public History. Zentrales Anliegen von Fischer sind einfache und kostengünstige Möglichkeiten, wie kleine Museen einen aussagekräftigen Web-Auftritt organisieren können. Public Historian läuft seit September 2006, ist also ein vergleichsweise junger Blog. Er wurde erst vor kurzem in die Blogroll von Cliopatra aufgenommen. Zumindest in der Blogosphäre scheinen die US-Kolleginnen und Kollegen in der Public History nicht so viel weiter zu sein. Allerdings wäre noch die grundsätzliche Frage zu klären, inwiefern Weblogs nicht insgesamt als Gattung der Public History zuzuzählen sind.

Eckdaten

Titel: Public Historian
URL: http://publichistorian.wordpress.com/
Feed: http://publichistorian.wordpress.com/feed/
Autor/innen: Suzanne Fischer
Region: USA
Frequenz: wöchentlich

Neu: «Public History» in unserem Weblog

Wir freuen uns, der geschätzten Leser- und Leserinnenschaft mitteilen zu dürfen, dass das Weblog-Team von hist.net Verstärkung erhalten hat: Beatrice Schumacher wird in Zukunft hier mitbloggen und dabei das Thema «Public History» betreuen. Was «Public History» ist, respektive eine mögliche Definition von «Public History», findet sich in ihrem ersten Beitrag.

Beatrice Schumacher ist promovierte Historikerin und lebt in Basel. Sie hat bereits eine ganze Reihe von Büchern veröffentlicht und war massgeblich an der Lancierung des in Luzern geplanten MAS-Studienganges in «Public History» beteiligt.

Wir freuen uns über die Verstärkung und hoffen, dass das von ihr gepflegte Thema auch von unseren Leserinnen und Lesern als passende thematische Ergänzung geschätzt werden wird!

Geschichte, öffentliche

Als ich vor vielleicht fünf Jahren einem ehemaligen, mittlerweile in die USA emigrierten Studienkollegen etwas umständlich erklärte, was ich denn heute so tue, meinte er nach einer Weile kurz: Aha, das nennen die bei uns Public History. Hätte man ja auch selber drauf kommen können, dachte ich, wahr ist aber auch: Damals wurde der Begriff im deutschen Sprachraum – und ich wage zu behaupten in Europa – so gut wie gar nicht verwendet.

Seit vielleicht zwei bis drei Jahren ist das anders: Public History hat sich in die Fachsprache eingenistet. Zumindest löst es nicht mehr nur ein grosses Fragezeichen aus. Allerdings: Die Frage, was man unter Public History verstehen möchte, ist von ungebrochener Aktualität – selbst in den USA. Und das ist gut so.

Natürlich gibt es Definitionen, längere und kürzere. Eine, die mir gefällt, findet sich als Motto der Zeitschrift Public History Review:

Public History Review investigates the nature and forms of public history: how and to whom is the past communicated and how does the past operate in the present?

Geschichte als Kommunikation, eng verbunden mit Medien, orientiert auf ein bestimmtes Publikum und Teil unserer Weltbetrachtung, kurz: öffentlich. Und damit diskutierbar, umstritten, einflussreich. Das Schöne daran: Diese Definition macht keine Grenze auf zwischen akademischer und nicht-akademischer Geschichtsschreibung.

Gerade diese war nicht nur konstitutiv in der Fachentwicklung, als sich Geschichte im 19. Jh. zum akademischen Fach mauserte, sondern sie spielte auch eine Rolle in den Anfängen der Public History-Bewegung in den frühen 1970er Jahren, und zwar im Sinn der Überwindung der alten Grenze: Public sollte die neue Geschichte sein in dem Sinn, dass sie sich an ein nicht-akademisches Publikum wenden wollte. Gleichzeitig hatte die Bewegung auch das Ziel, Historikerinnen und Historikern neue Tätigkeitsfelder ausserhalb von Universitäten zu eröffnen. Mittlerweile verfügen fast alle us-amerikanischen und australischen Universitäten über entsprechende Studiengänge, es gibt mehrere Forschungszentren und eine grosse anglo-amerikanische Community, die sich vor allem auch über das Web unterhält.

Im deutschen Sprachraum gibt es vorderhand einen Studiengang: Im Wintersemester 2008 wird in Potsdam der erste Masterstudiengang in Public History starten. Und ein fertig entwickeltes Weiterbildungsprogramms in Public History an der Universität Luzern (hist.net berichtete), das bislang nicht starten konnte: Weiterbildungen sind, im Gegensatz zu Grundausbildungen, bekanntlich mit erheblichen Kosten verbunden.

Und neu: Diese Rubrik im Weblog von hist.net!

Was ist eigentlich Public History?

publichistory.png
Was ist eigentlich Public History? Was tut ein «Public Historian»? Wieso soll man das Weiterbildungsprogramm «Public History» der Universitäten Luzern und Zürich besuchen? Diese (und hoffentlich noch viele weitere) Fragen werden an zwei Informationsveranstaltungen am 3. September in Luzern respektive am 24. September in Zürich zur Sprache kommen.