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Open Access an der Harvad University

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Die Harvard University macht es vor: Wie heise berichtet, hat die geisteswissenschaftliche Fakultät beschlossen, dass ihre Wissenschaftler ihre Arbeiten frei verfügbar machen können. Die Autoren behalten aber das Copyright an ihren Werken.

Spiegel-Archiv frei zugänglich

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heise online berichtet heute, dass mit dem Start des Portals Spiegel Wissen das Hamburger Nachrichtenmagazin alle Artikel seit Gründung kostenlos online gestellt hat. Der Spiegel-Verlag, so heise weiter, habe vor, die Artikel mit lexikalischen Inhalten zu verknüpfen. Bereits jetzt werden Wikipedia-Artikel und Texte aus dem Bertelsmann-Konzern in die Abfrageergebnisse eingebunden.

Damit folgt Spiegel einem Trend, der seit einigen Monaten zu beobachten ist: Auch Die Zeit und die renommierte New York Times stellen ihre Archive neuerdings (wieder) kostenlos zur Verfügung. Bleibt abzuwarten, was die Neue Zürcher Zeitung, die ja bekanntlich alle Texte seit 1780 digitalisiert hat, mit ihren Schätzen machen wird.

Die letzten Zuckungen eines maroden Marktes?

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Vor einigen Tagen ist in inetbib eine heftige Diskussion über den Verlag Dr. Müller oder auch VDM-Verlag (was ja schon Unsinn ist, wenn doch “Verlag” in der Abkürzung enthalten ist) entbrannt. Dieser Verlag produziert jährlich Hunderte Bücher von zum Teil fragwürdigster Qualität und verkauft sie zu haarsträubenden Preisen an wissenschaftliche Bibliotheken. Zu den zahllosen Schwerpunkten des Verlages gehört auch der Bereich Bibliothekswesen. Die Mehrheit der Arbeiten basiert auf Diplomarbieten und erfüllt nur selten die Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit.

Eric Steinhauer, promovierter Jurist und Bibliotheksrat an der Bibliothek der Technischen Universität in Ilmenau/Thür, hat in seinem Weblog Skriptorium das Thema aufgegriffen und den Büchermarkt für Diplomarbeiten kurz skizziert (übrigens: ein äusserst lesenswertes Weblog!)

Mein Eindruck ist, dass im wissenschaftlichen Büchermarkt, der alles in allem äusserst marode ist, nun so eine Art von letzte Schlachtenrunde läuft. Bevor der Markt endgültig zusammenbrechen wird, versuchen einige Verlage noch einmal so viel Geld wie möglich abzuschöpfen. Mit dem bevorstehenden Kollaps meine ich übrigens weder die populärwissenschaftlichen Bücher noch den Bereich, der in einer internationalen Liga spielt, sondern den Niedrigstauflagenbereich von Sammel- und Tagungsbänden, Dissertationen und Diplomarbieten, der nur Dank DFG- und SNF-Geldern überleben kann.

Einen schönen Einblick in das Feld der geschichtswissenschaftlichen Buchproduktion gewährt der Sammelband (ja, manchmal gibt es auch gute …) von Olaf Blaschke und Hagen Schulze:

Olaf Blaschke / Hagen Schulze (Hg.): Geschichtswissenschaft und Buchhandel in der Krisenspirale? Eine Inspektion des Feldes in historischer, internationaler und wirtschaftlicher Perspektive, München: Oldenbourg 2006

Eine kurze Rezension des Buches gibt es bei sehepunkte.

Gesetz für Open Access in den USA verabschiedet

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Wie die Informationsplattform Open Access heute meldet, hat US-Präsident Bush am 26. Dezember den neuen Consolidated Appropriations Act unterzeichnet, ein Paket von Gesetzesbestimmungen, das auch Bestimmungen zu Open Access enthält. Darin werden unter anderem die National Institutes of Health (NIH), die größte staatliche Gesundheitsbehörde und der größte Forschungsförderer im Bereich der Life Science, verpflichtet, Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung spätestens zwölf Monate nach ihrer Publikation kostenlos online der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Bisher galt dies lediglich auf freiwilliger Basis. Es ist das erste Mal, dass die US-Regierung ein Gesetz für den freien öffentlichen Zugang zu staatlich geförderter Forschung unterzeichnet.

WissKom2007: Volltexte gut versteckt

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Das ist mehr als seltsam: Archivalia vermeldet, dass der Volltext des Tagungsbandes der diesjährigen WissKom2007 in Jülich (wir berichteten) frei als Volltext erhältlich ist. Das freut uns natürlich. Weniger erfreut sind wir aber darüber, dass wir als Autoren darüber nicht informiert werden und auch auf den Webseiten des Verlags und der Tagung kein Hinweis zu finden ist.

GMW 07: Tag 1 – OpenAccess und Netzwerktheorien

Was bin ich blöd, dachte ich beim Hinsetzen, dass ich (neben vielen anderen) mich immer wieder dazu hinreissen lasse, mir die Eröffnungs-Vorträge von Tagungen zuzumuten. Der Erkenntnisgewinn ist minimal, der Sprachduktus einschläfernd und die Zeit wird nie eingehalten. Aber siehe da: Gemessen an meinen (zugegeben geringen) Erwartungen war diese Eröffnung ein regelrechtes Feuerwerk. (weiterlesen …)

Digitale Regionalgeschichte: Geschichtsblog des Monats Juli 2007

Nach einem altgedienten Geschichtsblog, dem wir den letzten Eintrag gewidmet haben, soll nun die Aufmerksamkeit auf einen vergleichsweise jungen Geschichtsblog gerichtet werden: dem Blog Digitale Regionalgeschichte. Anfang 2007 wurde der Weblog von Karl-Heinz Schneider, Geschichts-Dozent an der Universität Hannover (oder genauer: apl. Professor), ins Leben gerufen. (weiterlesen …)

Wikipedia in den Wissenschaften | Werkstattgespräch in Basel

Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist längst schon Teil des wissenschaftlichen Alltags geworden. Wikipedia wird von Dozierenden ebenso genutzt wie von Studierenden, ist Steinbruch für eigene Texte und ein medialer Grossversuch zugleich. Fluch oder Segen? Im Rahmen des medienpraktischen Kurses «Schreiben für Wikipedia. Eine medienpraktische Einführung mit theoretischen Bezügen» laden das Institut für Medienwissenschaft und das Historische Seminar der Universität Basel zu einem öffentlichen Werkstattgespräch ein.

Datum: Freitag, 20. April 2007
Ort: Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel, Bernoullistrasse 28 (Lageplan)

Programm:

13:00 Prof. Dr. Christoph Tholen (ifm) und Dr. Peter Haber:
Begrüssung und Einführung

13:30 PD Dr. Maren Lorenz (Uni Hamburg)
Wikipedia. Zum Verhältnis von Struktur und Wirkungsmacht eines heimlichen Leitmediums

14:00 lic. phil. Jan Hodel (PH Nordwestschweiz)
Didaktische Überlegungen zum Nutzen und Nachteil von Wikipedia

14:30 Dr. Andreas Ineichen / lic. phil. Suzanne Schaer Pfister (Historisches Lexikon der Schweiz)
Vom Schreiben eines Fachlexikons in den Zeiten von Wikipedia

15:00 Pause

15:15 Diskussion und Thesen

16:00 Ende

Das Programm als PDF.

Geld verdienen mit wissenschaftlichen Informationen?

Da soll noch einer behaupten, wissenschaftliche Informationen seien kein gutes Geschäft. Das Fachmagazin des deutschen Buchhandels, das Börsenblatt, berichtet, dass der niederländische Fachinformationskonzern Wolters Kluwer seinen Umsatz im vergangenen Jahr um neun Prozent, den Gewinn sogar um 16 Prozent steigern konnte. Glückwunsch! Nur: Auf wessen Kosten gehen diese immensen Gewinne? Wenn man sich den Publikationsmarkt für historische Bücher anschaut, kommen andere Gefühle auf. Eine sehr lesenswerte Publikation hat kürzlich diesen Markt analysiert und kam – wenig überraschend – zum Schluss, dass der historische Buchmarkt in einer tiefen Krise steckt. Eine assoziative Ergänzung zum Thema für Kurzentschlossene: Morgen Donnerstag findet in Bern die Frühjahrestagung der Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) zum Thema «Open Access. Vom Prinzip zur Umsetzung» statt. Mehr zum Thema Open Access gibt es übrigens hier!

iPhone: Hype oder Vision? (Update)

Gestern stellte Apple das iPhone vor: Steve Jobs Idee von “Mobile communicating for the rest of us”. So what – Selbstdarstellung eines notorischen Techno-Egomanen! Oder doch Ankunft eines neuen Paradigmas der mobilen, allgegenwärtigen Kommunikation?

Schwer zu sagen, solange das Gerät nur in (allerdings anregenden) Flash-Filmchen betrachtet werden kann. Bemerkenswert ist einerseits der konsequente Verzicht auf jegliche Tasten: das Gerät wird ausschliesslich über den berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert. Die Navigation erscheint intuitiv, aber wie praxistauglich ist die virtuelle Tastatur für Texteingabe? (weiterlesen …)

 

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