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Geschichte des Digitalen?

Beim Bücherholen im Freihandmagazin entdeckte ich reihenweise Regale voller Publikationen, die sich „uralt“ anfühlten, weil sie einen Gegenstand beschreiben (bspw. Office 2000 oder Netscape 4.5), der bereits heute nur noch schwerlich in seiner digitalen Form aufzufinden ist. Wie ist das wohl in 50 Jahren, schoss es mir durch den Kopf. Ist dann dieses Buch (oder ein anderes) vielleicht sogar das einzige noch vorhandene Zeugnis dieser Büro-Software, bzw. dieses Web-Browsers? Ist das Buch dann überhaupt noch vorhanden, oder schon von Google Books gescannt und im Altpapier entsorgt?

Dies ist nur ein kleiner, laienhafter Gedankensplitter aus dem Wissenschaftsalltag zum grundsätzlichen Problem der Langzeitarchivierung digitaler Daten und zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Buchkultur, was beides in unserem Weblog von weitaus kundigerer Seite, nämlich durch Kollega Haber, bereits ausführlich verhandelt wurde.

Office will ins Netz…

Google Docs (Besprechung bei CNet) kennen viele ja schon, auch Zoho (eine Alternative dazu; Besprechung bei CNet) ist dem einen oder der anderen eventuell bekannt. Nun hat auch noch Adobe eine Firma namens VirtualUbiquity aufgekauft, die auch ein Online-Office-Tool mit Namen „BuzzWord“ (wie treffend!) anbietet – sehr schön anzuschauen, aber noch mit wenigen Features. Und da darf natürlich auch Microsoft nicht zurückstehen: wieder einmal wurde angekündigt, dass die MS Office Suite bald (auch?) als Online-Version über das Netz erhältlich und nutzbar sein wird (Codename „Office Live“…!). – Und wenn der Netzzugang nicht funktioniert, weil irgendein VPN-Skript sich inkompatibel fühlt oder eine WiFi-Karte verschnupft ist: dann empfehle ich das altbewährte Moleskine.