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Rottweiler piesackende Rehpinscher

Die Sonntagszeitung bringt in ihrer heutigen Ausgabe ein ausführliches Dossier zum Thema Weblogs. Die Aufmachergeschichte ist überschrieben mit «Der Rehpinscher piesackt den Rottweiler. Ein Medienblog schaut der ‘Bild-Zeitung’ erfolgreich auf die Finger». Oliver Zihlmann beschreibt die spannende Geschichte des BILDblog.de, das heute, so Zihlmann, zur «Avantgarde der Medienkritik im Internet» gehört. Interessant der Hinweis, dass der Weblog-Boom bereits seinen Zenit überschritten haben könnte. Nebst dem täglichen Kampf gegen Spamfluten in den Kommentarfeldern ist es auch schlicht der von vielen unterschätzte Aufwand, der viele Weblogger der ersten Stunde zum Aufgeben veranlasst hat, schreibt die Sonntagszeitung und verweist auf einen Bericht von ZDF.de. Bleibt abzuwarten, ob dieser Trend, der bei den massenwirksamen Weblogs zu beobachten ist, das eben erst aufkeimende Häufchen von (geschichts-)wissenschaftlichen Weblogs auch dezimieren wird.

Plagiatsdebatte

Stefan Weber, habilitierter Medienwissenschafter, Herausgeber eines sehr hilfreichen Readers und mehrfaches Plagiatsopfer, hat in einem kürzlich erschienenen Buch die leidige Plagiatsfrage aufgegriffen. Das Buch trägt den Titel «Das Google-Copy-Paste-Syndrom». Ein schöner und passender Titel. Ein schöner Zufall ist auch, dass die gleichen Elemente bereits im gleichen Kontext verwendet wurden: Unter dem Titel «copy/paste. Zur Kultur des Kopierens» fand 2004 an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel eine Lehrveranstaltung zum Thema Plagiate und Kopieren statt. Und zum Google-Syndrom erschien wenig später ein Aufsatz mit dem Titel «Google-Syndrom. Phantasmagorie des historischen Allwissens im World Wide Web». Wir freuen uns natürlich über diesen lustigen Zufall und werden das anregende Buch in Kürze ausführlicher hier vorstellen.

 

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