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#gld13 – Geschichte lernen digital: Tagung in München am 8./9. März 2013

#gld13
Christoph Pallaske von der Universität Köln und Marko Demantowsky von der Pädagogischen Hochschule FHNW organisieren am 8. und 9. März 2013 eine Tagung zum digitalen Geschichtslernen. Die Tagung ist als „interaktive Netztagung“ angekündigt (wir sind gespannt), und wird von der Körber-Stiftung, der Bayrischen Staatsbibliothek München, dem Wissenschaftsportal L.I.S.A. der Gerda-Henkel-Stiftung und der Konferenz für Geschichtsdidaktik unterstützt. Meine Wenigkeit wird im empirisch ausgerichteten Teil des Programms neben den Kolleginnen Astrid Schwabe und Bettina Alavi und dem Kollegen Altenkirch einen kurzen Input basierend auf den Erkenntnissen meiner Dissertation zum Besten geben. Das Programm bietet aber auch Informationen und Einsichten zu Konzepten und Theorien sowie zu Best-Practice-Beispielen, und schliesslich auch einen Vortrag von BPB-Präsidenten Thomas Krüger mit dem Titel: „Geklicktes Wissen. Was macht uns wirklich klug?“

Mehr Infos laufend auf dem Tagungsblog: http://gelerndig.hypotheses.org und auf Twitter unter #gld13.

CfP: Nutzung digitaler Medien im Geschichtsunterricht

Aus Salzburg erreicht uns ein Call for Paper für folgende Veranstaltung:

Nutzung digitaler Medien im Geschichtsunterricht
Lerntheoretische, geschichtsdidaktische und praktische Sondierungen am Beginn des 21. Jahrhunderts

Tagung an der Pädagogischen Hochschule Salzburg, 3.-4. Mai 2013

Die Euphorie der frühen Vertreter/innen des eLeranings am Ende des 20. Jahrhunderts versprach eine grundlegende Veränderung von Schule durch den medialen Einfluss einer neuen computer- und internetgestützten Lernumgebung. Die Beharrlichkeit der schulischen Systeme ließ jedoch erst wenige Veränderungen zu. Das Lob der digitalen Medien blieb.

Die geplante Tagung möchte aus geschichtsdidaktischer Perspektive allgemeine Rahmenbedingungen, fachspezifische Herausforderungen und praktizierte Lernwege für den Geschichtsunterricht diskutieren, um einen Überblick über die rezenten Entwicklungen im deutschsprachigen Raum zu erhalten. Dabei soll vorrangig der Frage nachgegangen werden, welche Aspekte der Nutzung von digitalen Medien im Geschichtsunterricht dem historischen Lernen dienen und welche Aspekte den Intentionen des historischen Lernens eher entgegenstehen. Aktuelle geschichtsdidaktische Diskussionsfelder, wie etwa die domänenspezifische Kompetenzorientierung, die fachspezifische Wissensaneignung oder der Umgang mit geschichtskulturellen Produkten, sollen dafür als Referenzpunkte herangezogen werden, um die Erkenntnisse in einen größeren Kontext einzubetten.

Neben wissenschaftlichen Beiträgen aus Theorie und Empirie, werden auch ausdrücklich Teams und Einzelpersonen aus der Praxis ermutigt, konkrete fallbezogene Umsetzungsbeispiele zu präsentieren. Mögliche Themenschwerpunkte sind:

– Nutzung von digitalen Medien im Geschichtsunterricht – lerntheoretische Grundlagen
– Nutzung von interaktiven Tafeln im Geschichtsunterricht
– Laptopklassen im Geschichtsunterricht
– eLSA Projekte/ Schulstrukturen unter besonderer Berücksichtigung des Geschichtsunterrichtes
– Internetnutzung im Geschichtsunterricht
– eTandems – Lernen über Ländergrenzen hinweg
– Game Studies und kritisches historisches Denken
– Einzelbeispiele aus der Unterrichtspraxis
– uvm.

Die Tagung wird in Kooperation mit der „Zentralen Arbeitsstelle für Geschichtsdidaktik und politische Bildung“ und dem „Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik“ durchgeführt.

Wir bitten um Vorschläge für Vorträge von 25 Minuten Dauer in Form von Abstracts (1-2 Seiten) mit Kurz-CV bis 15. September 2012 einzureichen. Die Abstracts mit CVs sind zu richten an Klaudia Rettenbacher, PH Salzburg (klaudia.rettenbacher(at)phsalzburg.at).
Ein Tagungsband ist geplant. Reise- und Unterbringungskosten der Refernt/innen werden erstattet. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Klaudia Rettenbacher (klaudia.rettenbacher(at)phsalzburg.at)

Geschichte 2.0 – Verändern digitale Medien das Geschichtsstudium?

Da Kollega Hodel wieder einmal versucht, uns seine Tätigkeiten im Bereich der digitalen Geschichte zu verheimlichen, müssen wir ein wenig nachhelfen und auf eine Online-Veranstaltung hinweisen, auf der Jan Hodel anzutreffen war. Das Thema: Geschichte 2.0 – Verändern digitale Medien das Geschichtsstudium?

CfP: Geschichtsdidaktik empirisch

Da Kollega Hodel seine eigenen Calls neuerdings lieber bei infoclio.ch als bei uns publiziert, erlaube ich mir, unsere geneigte Leser/innenschaft auf folgendes CfP aufmerksam zu machen. Es könnte ja sein, dass sich jemand dafür interessiert:

Eine wichtige Grundlage für die Festigung einer geschichtsdidaktischen Forschungsgemeinschaft ist die Verstetigung des Austausches über Forschungsinteressen, Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse. Aus diesem Grund hat das Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik in den Jahren 2007 und 2009 Tagungen mit dem Ziel organisiert, einen Überblick über die Forschungslandschaft im Bereich der Geschichtsdidaktik und einen Erfahrungsaustausch über theoretische und methodische Fragen zu ermöglichen. Die Erfahrungen und Eindrücke, die aus diesen Tagungen gewonnen werden konnten, bestätigten das Bedürfnis nach einem solchen Anlass, vermittelten aber auch Anregungen, wie der Anlass in einzelnen Bereichen verändert werden könnte, um das Ziel noch besser zu erreichen.

Weiterlesen müssen Sie diesen dichten Text aber dann doch hier.

Bild: roblisameehan/flickr mit CC BY 2.0.

Internationale Geschichtsdidaktik in Leuven

Longing for the Present“ ist der Titel der internationalen Geschichtsdidaktik-Tagung, die gestern in Leuven/Löwen zu Ende ging. Die Zusammensetzung des Programms war dabei wirklich sehr international: Hier trafen sich Geschichtsdidaktiker/innen aus Schweden, Holland, Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Portugal, Bulgarien, Griechenland, Polen, Lettland, Finnland, Kanada, den USA, der Türkei und der Schweiz. Es war zwar sehr anregend, Eindrücke aus verschiedenen Kulturen des historischen Lernens und Einblicke in unterschiedliche Traditionen und Probleme des Geschichtsunterrichts zu gewinnen und dabei vor allem auch die Personen aus diesen unterschiedlichen Kontexten kennen zu lernen. Doch zuweilen schienen diese Traditionen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dann doch etwas gar weit auseinander, um mehr Erkenntnis als ein interessiertes „Ah, so ist das in XY“ zu erreichen. Viel Konzentration wurde ohnehin darauf verwendet, sich an die jeweiligen Akzente der Referent/innen zu gewöhnen und zu erraten, welches englische Wort wohl gerade mit den gehörten Lauten sinnvoll in Verbindung zu bringen sei. (mehr …)

Chronologie im Geschichtsunterricht: There’s an app for that!

Kollega Haber hat ja ausführlich seine Einschätzung zum von Kollega Eisenmenger berichteten Beschluss in Brandenburg dargelegt, im Lehrplan vorzusehen, dass im Geschichtsunterricht eine „vorgezogene“ Unterrichtseinheit zur Geschichte der DDR abgehalten wird.

Im darauf folgenden kleinen Austausch von Meinungen spiegelt sich das Dilemma des Geschichtsunterrichts im Clinch zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und Anforderungen historischer Erkenntnis. Die Geschichtsdidaktik, so wie ich das überblicke, müht sich seit Jahren damit ab, hier eine plausible Lösung zu entwickeln – scheint aber an Missverständnissen und Widerständen, aber auch an Widersprüchlichkeiten in den Lösungsansätzen zu scheitern.
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Zur Chronologie der Geschichte und ihrer Vermittlung

Daniel Eisenmanger hat meinen polemischen Einwurf von gestern verdankenswerterweise ausführlich kommentiert. Er schreibt, wenn ich das ganz kurz zusammenfassen darf, dass es u. a. sinnvoll sei, einen chronologisch orientierten Geschichtsunterricht zu durchbrechen, gerade weil die Schülerinnen und Schüler von einer chronologischen Darstellung überfordert seien.

Als Beispiel nennt er die attische Demokratie, die im herkömmlichen Lehrplan im 7. Schuljahr thematisiert wird und wohl eher zwei Jahre später behandelt werden sollte, denn in «diesem Alter ist politische Teilhabe den Schülern wesentlich näher, weil eine gewisse Reife und ein Interesse an gesellschaftspolitischen Zusammenhängen wächst.»
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Historisch Denken Lernen: Geschichtsblog des Monats November 2009

historischdenkenlernen
Welch eine freudige Überraschung zum Jahresende: Wir können den Zugang eines Lehrstuhl-Weblogs zur Geschichtsblogosphäre bekannt machen. Kollega Körber, Stelleninhaber der «Professur für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Didaktik der Geschichte und der Politik im AB Geschichtsdidaktik der Universität Hamburg», betreibt seit September dieses Jahres ein Weblog mit dem Titel: Historisch Denken Lernen. (mehr …)

Gefunden: Weitere internetfreie Hochschulzone

lausanne

Ich setze meine kleine, unsystematische Feldforschung bezüglich Internet-Gebrauch im Hochschulalltag fort. Nach den Beobachtungen in der Basler UB-Cafeteria nehme ich mit einer gewissen Verwunderung die Tagung „Curriculums en mouvement, acteurs et savoirs sous pression-s Enjeux et impacts“ unter die Lupe, die grosse Jahrestagung der französischsprachigen Didaktik-Gemeinde der Fächer Geschichte, Geographie und Politische Bildung, die dieses Jahr an der Haute Ecole Pédagogique in Lausanne stattfindet.
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Medien im Geschichtsunterricht: Geschichtsblog des Monats September 2009

medien_im_geschichtsunterricht

In seinem Rückblick auf die Siegener Tagung, die sich mit dem (vermuteten oder erhofften?) Wirkungszusammenhang von „Web 2.0 und Geschichtswissenschaft“ befasste, hat Rüdiger Hohls (nach eigener Aussage einmal mehr) vermerkt, dass die historische Zunft sich bereits beim Web 1.0 sehr bedeckt gezeigt und mit vornehmer Zurückhaltung geglänzt habe. So kann wenig erstaunen, dass die Geschichtsblogosphäre ein durchaus überschaubares Feld zu nennen schon seit geraumer Zeit als eine ziemlich zutreffende Umschreibung bezeichnet werden darf. Umso erfreuter können wir vermerken, dass ein neues Blog-Projekt in die Geschichtsblogosphäre gestartet ist. Verantwortlich zeichnet Kollega Daniel Eisenmenger, der sich in seinem Blog mit den Medien im Geschichtsunterricht auseinandersetzt.
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