weblog.hist.net

The origin of «spam»

Aufmerksam geworden durch Daniel Eisenmengers Hinweis auf das 40-Jahr-Jubiläum von Monty Python bin ich auf den legendären Sketch gestossen, der den unerwünschten digitalen Mitteilungen (zunächst im UseNet, dann vor allem im E-Mail-Verkehr) ihren Namen gegeben hat. (mehr …)

Geschichte und Wikipedia (II): Zahlenspiele

wikistics

Dies zu Beginn des zweiten Eintrag dieser kleinen Blog-Reihe gleich vorweg: Ich werde hier nicht die Meinung vertreten, dass die zählbare Indikatoren die einzigen oder wichtigsten Indizien sind, um sich ein Bild über die Bedeutung von Wikipedia zu machen. Für aufschlussreich halte ich sie allemal. Und sei es nur, um sich zu vergegenwärtigen, welche Aussagen mit Auszählungen gemacht werden können, und welche nicht.

(mehr …)

Geschichte und Wikipedia (I): Intro

geschichte_wikipedia

Wir haben uns hier schon oft und ausführlich über das Phänomen Wikipedia geäussert, gerade eben hat Kollega Haber in einer luziden Kurzanalyse ein Schlaglicht auf das Wesen von Wikipedia (und das Web 2.0) geworfen. Da er darin bereits angekündigt hat, dass Beiträge von meiner Seite zum Thema Wikipedia folgen, soll dieser Ankündigung hiermit Folge geleistet werden. In einer kleinen Reihe von Blog-Einträgen, die hiermit eröffnet wird (vgl. Übersicht am Ende dieses Beitrags), möchte ich Wikipedia stärker unter einer historischen, genauer geschichtswissenschaftlichen Perspektive betrachten. Dies geschieht im Rahmen der Recherchen für einen Artikel mit Peter Haber, der in Kürze in der SZG erscheinen und mögliche Ansätze skizzieren wird, wie die Bedeutung von Wikipedia für die Geschichtswissenschaften ermittelt werden kann. (mehr …)

ICT, Kartographie und Geschichte: GV des AHC-CH 2008

historische kartographie

Die Generalversammlung des Schweizer Ablegers der Association for History and Computing dieses Jahres fand am 21.11.2008 im Institut für Kartographie an der ETH Zürich statt (auf dem windumtosten Hönggerberg), und widmete sich der Frage, wie Geschichte und Kartographie sich verbinden lassen. (mehr …)

Schockierendes Video entdeckt!

Beim ahnungslosen Herumsurfen auf amerikanischen Nachrichtenkanälen mussten wir soeben einen schockierenden Fund machen, den wir unserer treuen Leserinnen- und Leserschaft nicht verheimlichen können:

Wir fragen: Kann Geschichte so grausam sein? Ist das wirklich die historische Wahrheit? Werden wir jemals die Hintergründe dieser tragischen Geschichte aufdecken? Und: Wie werden Historikerinnen und Historiker in 100 Jahren über den Fall Jan H. urteilen?

Chronologs: Geschichtsblog des Monats April 2008

Chronologs

Chronologs ist in mancher Hinsicht eine bemerkenswerte Ausnahme in der Geschichts-Blogosphäre: Es handelt sich nicht nur um einen, sondern gleich um mehrere geschichtlich ausgerichtete Weblogs. Und sie tummeln sich in einem kommerziellen Umfeld: Sie sind Teil des Webauftritts des Verlags „Spektrum der Wissenschaft„, der eine ganze Reihe von Weblogs hostet – naturwissenschaftliche und historische. Interessantes, nicht unwesentliches Detail: wer will, kann sich mit seinem Blog-Projekt anmelden und (falls der Verlag einverstanden ist) auf die Chronologs-Plattform aufspringen. (mehr …)

Das „Risorgimento“ in Wikipedia: Kleiner Praxis-Bericht

Eine kleine Veranschaulichung, wie und unter welchen Bedingungen Wikipedia nicht nur als Nachschlage-Werk hilfreich sein kann, sondern sogar zu neuen Einsichten und Erkenntnissen führen kann: Ich suchte für die Vorbereitung einer Sitzung nach Grundlagen-Material zur italienischen Geschichte des 19. Jahrunderts, konkreter zum Risorgimento. (mehr …)

Was ist Wikistoria?

Wikistoria

Bei der Vorbereitung des jüngsten Eintrags zum Geschichtsblog des Monats bin ich auf Wikistoria gestossen, einem Projekt, das ich nicht so recht einzuschätzen vermag. Sätze wie die folgenden, lassen doch eher Skepsis aufkommen, ob sich da nicht ein paar enthusiastische Idealisten (über die man so gut wie nichts erfährt) etwas gar viel zumuten:

Stell dir einen Film vor, der dir genau zeigt, wie die Menschen früher gelebt und welche Taten sie vollbracht haben! […] Stell dir vor, du selbst könntest deine persönliche Geschichte und die deiner Vorfahren im historischen Kontext darstellen und stell dir letztendlich vor, du könntest das Rad der Geschichte zurückdrehen und ein ganz anderes historisches Szenario entwerfen, als jenes, das tatsächlich eingetreten ist. 

Das nächstbessere Angebot wäre wohl eine Zeitmaschine, um sich gleich selber vom Grossvater-Paradox zu überzeugen. (mehr …)

Geschichte des PC – History Repeating?

Jan Schmidt weist in seinem (Pflicht-Lektüre!-) Weblog auf einen Artikel des Technik-Historikers Michael Friedewald (Projektleiter am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe) hin, der den Titel „Computer Power to the People1 trägt. Friedewald stellt darin fest, dass schon zu Beginn des PC-(und Internet-) Zeitalters von „radikalen gesellschaftlichen Veränderungen“ und dem Aufkommen der Informationsgesellschaft die Rede war. Zur Analyse des Leitgedankens „Informationsgesellschaft“ hat Friedewald

[…] die Kon­zepte der (a) Benutzerfreundlichkeit, (b) des universellen Zugangs und (c) der Inter­aktivität als Abwandlungen der klassischen revolutionären Ideale (Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit) untersucht. Dabei erweist sich die Idee der Informationsgesellschaft als eine Fortschreibung des Fortschrittsglaubens der Moderne. (S. 1)

Während hier also die Digitalisierung der Geschichte thematisiert wird, handelt es sich hier um die Historisierung der digitalen Medien. Interessant, dass selbst hier der Bezugspunkt die Französische Revolution zu sein scheint.

Jan Schmidt fügt übrigens noch die Frage an, ob sich irgendwer mit der Geschichte der Informatik wissenschaftlich auseinandersetze, ob es Lehrstühle oder Journale gäbe. Mehr als informatikgeschichte.de, Teil der Gesellschaft für Informatik, kenne ich auch nicht, zumal die verschiedenen Vereine im Schosse der Association for History and Computing2 (AHC), deren internationale Website (oweh) zur Zeit gerade nicht erreichbar ist, sich eher dem Einsatz der Informatik und der Informationstechnologien in der Geschichtswissenschaften widmen (Schweiz (AHC-CH), USA (AAHC)). Lehrstühle gibt es meines Wissens im deutschsprachigen Raum keine. Ich lasse mich da aber auch gerne belehren.3

  1. Friedewald, Michael: „Computer Power to the People! Die Versprechungen der Computer-Revolution, 1968–1973“, in: kommunikation@gesellschaft 8 (2007) Nr. 9. http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B9_2007_Friedewald.pdf []
  2. Geändert nach Kommentar von Clemens Radl. []
  3. Was Peter Haber in seinem Kommentar ausführlich tut. []

Geschichte und kein Wiener Wald…

Da ja immer wieder mehr oder weniger explizit die Frage gestellt wird, was denn bitte sehr meine Einträge hier mit Geschichte zu tun haben, hier ein Eintrag der sich ausdrücklich damit befasst, was ich bei meinem Abstecher nach Wien in Bezug auf Geschichte gelernt habe. (mehr …)