weblog.hist.net

Workshop «Kultur und Digitalisierung» II in Romainmôtier

romainmotier21

In diesen Tagen fand im L’arc Romainmôtier der zweite internationale Workshop in der Reihe «Kultur und Digitalisierung» statt. Das Thema in diesem Jahr lautete «Speichern, aufschreiben, überliefern». Auf Einladug des Migros Kulturprozent trafen sich rund zwanzig Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Kunst und Praxis.
(weiterlesen …)

Lotto sei Dank: Kloster Einsiedeln stellt Archivalien ins Internet

loeblichestiftungeinsiedeln
Wir sind ja eigentlich nicht die Zentralstelle für archivarische Mitteilungen im digitalen Zeitalter. Das überlassen wir gerne den Spezialisten aus dem schnellen Norden, die das Archiv-Geschehen präzis beobachten und lückenlos darüber berichten. Die heute der Öffentlichkeit vorgestellte Urkundendatenbank des Klosterarchivs Einsiedeln, die Zugriff auf 20000 digitalisierte mittelalterliche Urkunden ermöglicht, ist uns aber doch eine eigene Meldung wert. Ausserdem macht das Klosterarchiv seit heute auch ausgewählte Archivalia wie Güterverzeichnisse, Kopialbücher, Tagebücher, Wappenbücher, frühe Drucke, Jahrzeitbücher etc. zugänglich, im Ausschnitt im Bild oben beispielsweise die “Löbliche Stiftung des Gottshauses Einsiedeln 1492 (KAE, A.EB.3)“.

Erste Randnotiz: In seiner Medienmitteilung vermeldet das Klosterarchiv typisch schweizerisch vorsichtig und zugleich zuversichtlich:

Die digitalen Daten wurden in dreifacher Version archiviert und sicherheitshalber zusätzlich auf Mikrofilm ausbelichtet. So bleiben die Archivalien der Nachwelt für mindestens weitere 1000 Jahre erhalten.

Zweite Randnotiz: Diese Gross-Digitalisierung wurde dank einem erklecklichen Betrag von 350000 CHF aus dem Zürcher Lotteriefonds möglich (dort werden die Überschüsse aus den Schweizer Lotto-Gewinnspielen in die Gesellschaft zurückgespiesen – nicht immer so sinnvoll wie hier): Also fleissig weiter Lotto spielen!

(via NZZ).

Geschichtsweberei: Geschichtsblog des Monats Januar 2009

geschichtsweberei

Geschichtsblog des Monats ist zum Jahresbeginn 2009 eine fulminante Neugründung: Die Geschichtsweberei. Vom 10. Januar 2009 datiert der erste Eintrag der anonymen “Weberin”; bis zum 22. Januar 2009 folgten 22 weitere. Das ist eine für (Geschichts-)Blogs eher ungewöhnlich hohe Kadenz an Einträgen, gefolgt allerdings vom wiederum ziemlich typischen Publikationsloch. (weiterlesen …)

Ergebnisse der Umfrage Forschendendatenbank und Digitalisierung

Zwischen Oktober und Dezember 2008 führte infoclio.ch unter den an Schweizer Universitäten angesiedelten Historikerinnen und Historiker eine erste Umfrage durch. Zum einen ging es darum, Informationen für die von infoclio.ch geplante Forschendendatenbank zu generieren. Zum anderen versuchte infoclio.ch abzuklären, was aus der Sicht der Forschenden primär zu digitalisieren ist.

Von den 640 verschickten Fragebögen kamen 230 zurück. Dies entspricht einer Rücklaufquote von ca. 35.9%, was befriedigend ist. Den vollständigen Bericht zur Umfrage findet sich auf der infoclio.ch Seite.

RSH et «Histoire et Informatique» disponibles en ligne

seals1

La «Revue suisse d’histoire / Schweizerische Zeitschrift für Geschichte» éditée par la Société suisse d’histoire et la revue «Histoire et Informatique / Geschichte und Informatik» éditée par l’Association Histoire et Informatique sont désormais présentes sous la rubrique «Géographie et histoire» de la plateforme SEALS du Consortium des bibliothèques universitaires suisses. Le délai de protection des articles est de trois ans.
D’autres revues historiques vont suivre : notamment les précurseurs de la Revue suisse d’histoire et la revue «Traverse». Ce projet a vu le jour grâce au soutient de Académie suisse des sciences humaines et sociales.
Le portail permet la recherche plein texte sur l’ensemble des périodiques ou on peut se limiter à une collection ou une revue. Bien sûr la recherche contient le champs de recherche usuels. Les articles peuvent être visualisés page par page en tant qu’image ou téléchargés comme pdf (qui inclut le texte reconnu).

Digital Creativity

«Digital Creativity» ist eine interdisziplinär ausgerichtete Zeitschrift, welche sich dem Themenkomplex rund um die Nutzung digitaler Medien widmet und viermal jährlich erscheint. Der kreative Geist scheint die aus unterschiedlichen Richtungen stammenden Artikel zu beleben. Die Beiträge handeln entweder von der Implementierung brandneuer Gadgets (wie z.B. Wearables) oder es geht um deren Einsatz in einem mediendidaktischen Umfeld.
(weiterlesen …)

Was ist Digital Curation?

Als ich zum ersten Mal von der Digital Curation hörte, hat mich der Ausdruck so befremdet, dass ich mich gleich danach erkundigen musste. Heute frage ich mich, warum mir dieser Begriff nicht schon seit langem geläufig ist, schliesslich beschreibt er die Langzeitarchivierung, das Gebiet, auf dem meine Umgebung forscht.
(weiterlesen …)

«Bringing history online» – Googles neuester Schachzug

Anfangs Woche hat Google eine neue Initiative lanciert und will in Zukunft zusammen mit lokalen und überregionalen Zeitungen deren Bestände digitalisieren. Damit startet Google einen Frontalangriff auf die grossen Datenbankanbieter, die bereits seit langer Zeit solche Inhalte kostenpfichtig vertreiben.

Zwei grosse Unterschiede sind aber von Bedeutung: Google will die Zeitungsseiten im Originallayout belassen und zusätzlich mit einem OCR-Programm behandeln. Damit haben die Benutzer sowohl die korrekte Darstellung der Seiten als auch eine Volltextsuchmöglichkeit in diesen immensen Datenbeständen.
(weiterlesen …)

Gesucht: Digitale Historikerinnen und Historiker

Nein, auch diesmal handelt es sich nicht um eine Stellenausschreibung, es geht vielmehr um eine Umfrage. In Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg suchen wir Kolleginnen und Kollegen, die bereits heute mit genuin digitalen («digital born») – also nicht retrodigitalisierten – Quellen arbeiten.

Der Hintergrund dieser Umfrage: Archive stehen heute vor der Situation, dass viele Informationen sowohl in digitaler als auch in analoger Form vorliegen. Die Archivierung konventioneller Dokumente ist wohl bekannt, die der digitalen Geschwister weniger. Es bedarf also erstens neuer Argumente, um in diesen Fällen für den Erhalt der digitalen Form zu plädieren und zweitens eigener Kriterien, die die notwendigen Auswahlprozesse steuern können.

Um die Archivierung digitaler Unterlagen voranzubringen (und damit das Feld für die künftigen Historiker/innen zu bereiten), wären Antworten auf die nachfolgenden Fragen sehr hilfreich:

  • Wie können Archiviare für künftige Historiker/innen eine möglichst gute digitale Überlieferung hinbekommen?
  • Wo arbeiten Historiker bereits heute mit genuin digitalen Quellen (Quellen, die digital entstanden und geblieben sind)?
  • Ist es für die Forschungen erheblich oder unerheblich, dass diese Quellen in digitaler Form vorliegen? Warum?
  • Welche Eigenschaften sollten digitale Quellen für die Forschungen besitzen (z.B. Durchsuchbarkeit, statistische Auswertbarkeit etc.)?
  • Welche Typen digitaler Quellen (z.B. Webseiten, Blogs, elektronische Akten) erscheinen heute in besonderem Maß interessant für künftige Historiker?
  • Welche Bereiche der heutigen Informationsgesellschaft (z.B. bestimmte Vereine oder Gerichte) sollten für künftige Generationen archiviert werden?
  • Oft sind die rechtsverbindlichen Quellen noch auf Papier, während die digitalen Formen zugleich leichter zu benutzen sind. Wie lassen sich diese beiden Aspekte (Rechtsverbindlichkeit / digitale Benutzbarkeit) für eigene Forschungsprojekte gewichten?

Das Landesarchiv möchte interessierte Historiker/innen, die bereit sind, zu diesen Themen Auskunft zu geben, kontaktieren. Eine Kontaktaufnahme ist unter umfrage@histnet.ch möglich. An diese Adresse können auch gerne erste Stellungnahmen und Kommentare zu den oben skizzierten Fragen geschickt werden. Sämtliche Mails an die Adresse umfrage@histnet.ch werden sowohl an Herrn Dr. Christian Keitel vom Landesarchiv Baden-Württemberg wie auch an mich weitergeleitet!

Antworten, die hier eintreffen, sollen zusätzlich auch in mein Forschungsprojekt «digital.past | Geschichtswissenschaften im digitalen Zeitaler» am Historischen Seminar der Universität Basel einfliessen (auf Wunsch auch gerne in anonymisierter Form).

Herzlichen Dank fürs Mitmachen!

Digitalisierung von Kinofilmen an der Uni Basel

Die Universität Basel berichtet von einem neuen Projekt des Imaging and Media Lab: «Spezialisten des Imaging & Media Lab der Universität Basel erfassen Kinofilme aus Archiven digital und können sie so langfristig erhalten. Das in Kooperation mit verschiedenen Partnern startende Projekt «Afresa» wird im Rahmen des Masterprogramms «Réseau Cinéma» von der Förderagentur für Innovation (KTI) des Bundes unterstützt. Der finanzielle Umfang beträgt in der ersten Phase 1,85 Mio. Franken. [...] Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation des Imaging & Media Lab der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel und des Seminars für Filmwissenschaft der Universität Zürich mit den Wirtschaftspartnern Schwarz Film AG und Cine Media SA. Das Projekt wird weiter von Dr. h.c. Arthur Cohn, dem Schweizer Fernsehen, dem Bundesamt für Kultur, der Memoriav und der Stiftung SBB Historic unterstützt.»

 

Wechsle zu unserer Mobil-Seite