weblog.hist.net

Information, Reflexion, Publikation: Was (Geschichts-) Weblogs sein können

Das Thema Weblog und seine Potentiale für die Geschichtswissenschaften – und vor allem die Frage, warum diese Potentiale nicht genutzt werden – beschäftigt uns in den letzten Wochen, im Kontext des Workshops in Basel am 12. November, wieder etwas intensiver – nachdem die Vorstellung des Nachrichtendienst für Historiker als Weblog des Monats Juni schon zu einer kurzen Auseinandersetzung über die Frage geführt hat, was ein Weblog überhaupt sei.

Hier soll ein erster Versuch gemacht werden, einige grundlegende Funktionen von Weblogs zu benennen, die für die Geschichtswissenschaften und damit für Historikerinnen und Historiker von Bedeutung sein könnten. Vielleicht kann dieser Versuch beim Ansinnen hilfreich sein, den Nutzen von Weblogs und deren Einsatzmöglichkeiten in geschichtswissenschaftlichen Arbeitszusammenhängen besser zu verstehen und entsprechende Initiativen zu entwickeln.
Kern dieser Überlegungen ist die Eigenschaft von Weblogs als „Selbstverlags-Tool“, zur persönlichen oder gruppenspezifischen Profilbildung in der Scientific Community dienen zu können. Dabei lassen sich die verschiedenen Ausprägungen dieser Profilbildung mit den Kategorien Information, Reflexion und Publikation fassen. Dabei müssen Weblogs keinesfalls nur eine oder alle dieser Kategorien abdecken; Mischformen mit Beiträgen, die mal zur einen oder anderen der genannten Kategorien gezählt werden können, sind die Regel.
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Alles offen?

openweltuntergang
Wer sich einen Überblick über die Open Access-Debatte verschaffen möchte, die gerade im deutschen Feuilleton tobt, sei entweder (einmal mehr) auf die entsprechenden Einträge bei Archivalia verwiesen, oder auf die Zusammenfassung der Diskussion von Stephan Rosenke im InfoWissBlog mit dem Titel „Open Weltuntergang“. Es sieht so aus, als spitze sich von Peter Haber bereits vor zwei Jahren angesprochene „Krise des historischen Publizierens“ noch einmal zu.

Was sind eigentlich «dynamische Publikationen»?

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat zu einem Rundgespräch eingeladen, um das Thema Langzeitarchivierung von dynamischen Publikationen zu diskutieren. Viele Fragen, die sich da stellen: Was heisst Langzeitarchivierung? Was sind dynamische Publikationen? Und natürlich: Was ist ein Rundgespräch (was ein Rundtischgespräch ist, wissen wir, aber der Tisch hier in Bonn ist eben nicht rund …)?

Rund dreissig Vertreterinnen und Vertreter von Gedächtnisinstitutionen (so heisst das heute!) und aus der Wissenschaft (auch Gedächtnisinstitution, weiss nicht ….?) diskutieren, wie Archive und Bibliotheken mit der Archivierung von Web 2.0 umgehen sollen. Sinn und Zweck dieses Anlasses ist es, die verschiedenen Perspektiven an einem Tisch miteinander reden zu lassen. Die verschiedenen Seiten, das sind – neben Archiven und Bibliotheken – die Informatik und die Wissenschaft. Nicht anwesend sind Vertreter aus der Web 2.0-Szene, Alpha-Blogger zum Beispiel oder Exponenten der Wikipedia-Szene.

Wir werden demnächst auf einzelne Glanzlichter des Tages hinweisen, Literaturhinweise zur Eröffnungspräsentation gibt es hier.