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Dan Cohen verlässt CHNM, wird Leiter der Digital Public Library of America

Dan Cohen @ DPLA
Dass der jetzige Leiter des CHNM, Dan Cohen, seinen Posten verlässt, um die Leitung der in Entstehung begriffenen DPLA (Digital Public Library of America) zu übernehmen, ist ja bereits durchgetwittert und entsprechend verbloggt worden – vor allem und besonders durch Dan Cohen selbst. Was dieser Wechsel in der Leitungsposition für die zukünftige Ausrichtung des CHNM bedeutet, mit dem wir von hist.net im Projekt GPDH verbunden sind, wird sich weisen. Dan Cohen hat als Leiter des CHNM zahlreiche wichtige Projekte in den Digital Humanities angestossen, von den THATCamps über Zotero bis hin zu PressForward, um nur einige zu nennen.

Interessant ist aber auch das neue Projekt, dem sich Dan Cohen nun widmen wird. Ich bin gespannt, wie sich die DPLA zwischen bestehenden Projekten aggregatorisch-zusammenfassenden (Europeana) oder privatwirtschaftlichen Ansätzen (Google Books) positionieren wird – und wie es mit bestehenden Initiativen wie Hathi-Trust zusammenarbeitet.

Ergänzende Kommentare der geschätzten Leserschaft mit aktuellerem und breiterem Wissenstand sind wie immer herzlich willkommen.

Zeitschrift „Geschichtswerkstatt“ 1992-2007 online

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Archivalia weist darauf hin, dass die „Werkstatt Geschichte“ ihre Ausgaben von 1992 bis 2007 im Archiv kostenfrei zugänglich macht. So ist nun meine frühere Tätigkeit in einer studentischen Arbeitsgruppe mit der abenteuerlichen Bezeichnung (STAU!) auch der (mehr oder minder) interessierten (akademischen und nicht akademischen) Öffentlichkeit zugänglich. Dieser erfreuliche Umstand bietet Anlass, noch einmal daran zu erinnern, dass auch die Schweizerische Zeitschrift für Geschichte SZG, die Schweizer Geschichtszeitschrift „Traverse“, das Schweizer Jahrbuch für Geschichte und andere beim Swiss Electronic Academic Library Service (SEALS) zugänglich gemacht worden sind. Eine Übersicht über weitere digitalisierte Zeitschriften der Geschichtswissenschaften bietet (wir ahnen es:) Archivalia.

Uwe Jochum über die Digitalisierung der Bibliotheken

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Uwe Jochum gehört ohne Zweifel zu den brillantesten Köpfen der deutschen Bibliotheksszene. Autor des Longsellers «Kleine Bibliotheksgeschichte» und Mitautor des berüchtigten Heidelberger Appells, ist Jochum nicht eigentlich dafür bekannt, das zu sagen, was der Mainstream von den Experten hören will. So eckt er auch in einem längeren Podcast-Gespräch mit Dominik Landwehr auf digitalbrainstorming immer wieder an, denn würde es nach Jochum gehen, würde wohl kaum mehr Geld mehr in den Aufbau Digitaler Bibliotheken investiert werden.
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JSTOR hoch 10: HathiTrust

hathitrust
In wenigen Monaten werden wir nicht mehr von JSTOR reden, sondern nur noch von HathiTrust. HathiTrust nennt sich selbstbewusst das „grösste Unternehmen der Bibliotheksgeschichte“. HathiTrust wurde 2008 als Verbundprojekt von 25 US Universitätsbibliotheken lanciert. HathiTrust gibt bereits heute Zugang zu Millionen von digitalisierten Buchbeständen, ist aber nicht eine blosse Meta-Plattform, sondern eine robuste und dauerhafte Speicherinfrastruktur für die digitalen Bestände aller beteiligten Bibliotheken. HathiTrust hat ausserdem eine Langzeitarchivierungslösung und wird somit auch das weltweit grösste digitale Archiv sein.

Im Moment sind „erst“ 2.5 Mio Bände online. Ende Jahr werden es 5 Mio sein, 18 Mio sind auf Ende 2012 erwartet. HathiTrust umfasst die digitalisierten Bestände, welche die Bibliotheken zum Teil in Zusammenarbeit mit Google digitalisiert haben und umfasst unter zahlreichen anderen Unternehmen JSTOR und die Humanities Text Initiative der University of Michigan. Last not Least: HathiTrust ist ausschliesslich von den teilnehmenden Bibliotheken finanziert.

Und hier gibt es einen Podcast zum Thema: The Hathi Trust and „The Silence of the Archive“ – ein Interview mit John Price Wilkin, Executive Director, Hathi Trust.

Geschichtsweberei: Geschichtsblog des Monats Januar 2009

geschichtsweberei

Geschichtsblog des Monats ist zum Jahresbeginn 2009 eine fulminante Neugründung: Die Geschichtsweberei. Vom 10. Januar 2009 datiert der erste Eintrag der anonymen „Weberin“; bis zum 22. Januar 2009 folgten 22 weitere. Das ist eine für (Geschichts-)Blogs eher ungewöhnlich hohe Kadenz an Einträgen, gefolgt allerdings vom wiederum ziemlich typischen Publikationsloch. (mehr …)