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Buchmesse-Nachlese: Das e-Book, wieder einmal

Seit etwas fünfzehn Jahren können wir in Frankfurt in einem regelmässigen Abstand von einigen Jahren das immer gleiche Spielchen beobachten, wenn das e-Book-Fieber ausbricht. So auch in diesem Jahr.

Vielleicht war es diesmal das iPad, dieses aufgeblähte iPhone für statusbewusste Adabeis, welches das diesjährige Fieber ausgelöst hat. Vielleicht wollte man auch nicht über die anderen Probleme der Branche, zum Beispiel das nahende Ende des Sortimentsbuchhandels, sprechen. Auf jeden Fall war es ziemlich zum Gähnen, wie nun plötzlich alle vom e-Book sprachen und so taten, als hätten sie keine Angst davor.

Von Buchschauen, kleinen und grossen

buch09

Es muss nicht immer Frankfurt sein, dachten wir uns und machten uns auf den Weg in die Peripherie Basels. Handgeschriebene Wegweiser von der Tramstation zur gut versteckten Halle auf dem NT-Areal liessen ahnen, dass es sich bei BuCH.09 nicht um ein Grossereignis handelt.
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Schnipseljagd. Eine Frankfurter Nachlese

ploetz

Solange es noch Bücher gibt, werden wir zum Glück auch Behältnisse brauchen, um die Bücher herzum zu tragen.
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Ich habe mir ein Buch gekauft

rimbaud

Bin mit der S-Bahn zur Hauptwache gefahren und habe mir ein Buch gekauft. Beim Hugendubel. Rimbaud, Une Saison en Enfer, zweisprachig.
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Stell Dir vor …

buchmesse

… Du gehst zu Buchmesse – und es hat dort richtige Bücher. Wir bleiben dran.

[Off Topic] «Hallo Guten Tag oder Gute Nacht»

Der Kultursender DRS2 hat ja nun auch das Bloggen entdeckt und ihre Online-Redakteurin Kathi Lambrecht nach Frankfurt geschickt, die unter drs2buchmesse.blogspot.com (haben die keinen eigenen Server, um ein Weblog zu betreiben?) unheimlich fleissig von der Buchmesse berichtet hat (und aus dem Staunen ob der vielen Bücher und Menschen und Farben und Geschenke kaum mehr herauskam).
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Buchmesse (6): Notizen vom Freitag

Was will uns dieser Messeauftritt sagen? Dass es mit Google doch nicht auf immer und ewig nur bergauf gehen kann?

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Sich einen ab-googlen kennen wir schon, die neueste Wortschöpfung lautet: zwaben! Ich zvabe, du zvabst, er zvabt …

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Sehr erfreulich, dass auf der diesjährigen Buchmesse erstmals mit dem Label «Preisträger im Wettbewerb ‚Das Historische Buch‘ H-Soz-u-Kult» geworben wurde.

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Das Thema Medienkompetenz treibt nicht nur den Kollegen Hodel um, auch die Buchhändler haben sich das eine oder das andere zum Thema überlegt …

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Buchmesse (5): Notizen Donnerstag

Während das Web in der Zählung bei 2.0 angelangt ist und das Medium Buch sich diesem Spiel bisher verweigert hat, wurde hier in Frankfurt bereits das Nonbook 4.0 vorgestellt!

Gastland im nächsten Jahr wird die Türkei sein. Ganz wunderbar gefallen hat uns auf jeden Fall schon einmal das Logo des Messeauftrittes 2008:

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Buchmesse (4): Medium Buch

Am Donnerstag reiste eine grössere Gruppe aus meinem Medienpraktischen Kurs «Medium Buch. Buchgeschichte(n) aus Basel» an die Messe nach Frankfurt. Da es wenig Sinn mach, mit über zehn Leuten gemeinsam durch die Hallen zu laufen, haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt und wer wollte, konnte sich mehrmals im Laufe des Nachmittages an verabredeten Checkpoints einfinden.

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Einer der Höhepunkte des Nachmittages war wohl für die meisten ein kleiner Empfang beim Picus Verlag aus Wien, zu dem wir eingeladen wurden. Helene Griendl stellte uns charmant und kompetent zugleich den kleinen, aber feinen Verlag vor, der sich seit Jahren mit einem qualitativ hochstehenden Programm erfolgreich am hart umkämpften Büchermarkt halten kann. Wie immer werden wir – das heisst alle Kurs-Teilnehmenden – in unserem Wiki über diesen Ausflug berichten.

Buchmesse (3): Notizen vom Mittwoch

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Bereits der erste Tag an der Buchmesse brachte einige interessante Neuigkeiten, die uns auch hier auf hist.net interessieren dürften:

So wurde der neue Büchersuchdienst libreka vorgestellt. Damit sollen neue (deutschsprachige) Bücher im Volltext durchsuchbar werden. Die Verlagsbranche hofft, damit der Übermacht von Amazon und Google Books etwas entgegen setzen zu können. Ob das mit der Schmalspurvariante, die gestern präsentiert wurde, auch wirklich der Fall sein wird, sei vorerst dahingestellt.

Welche Zukunft für die Digitalisierung – respektive: welche Zukunft für das Buch? Vertreter von vier ganz grossen Verlagen – Penguin, HarperCollins, Random House und Holtzbrinck – diskutierten gestern an der Buchmesse diese Frage und kamen zum Schluss, «dass das Buch immer noch das Maß aller Dinge sei, dass das Marketing neu justiert werden müsse, um potenzielle, junge Leser zu begeistern (Stichwort: Web 2.0), und dass die Digitalisierung den Buchmarkt in den nächsten Jahren zwar nicht auf den Kopf stellen, aber doch stark verändern werde. Und, natürlich, dass es keine Zeit zu verlieren gebe, sich mit all dem auseinanderzusetzen.» Wollen wir doch mal sehen, was nach diesen grossen Worten folgen wird.

Eine Presseschau gibt es übringens hier.