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Von Leitmedien und Leitfiguren

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Wer die Traditionslinien der «Basler Elektronischen Schule» – also von Haber, Hodel, History Toolbox und hist.net – kennt, kann sich die Freude vorstellen, die wir heute hatten, als wir in der Kommentarspalte zu unseren Weblog-Einträgen zur Leitmedien-Tagung in Siegen den Vortrag von Michael Giesecke im vollen Wortlaut entdecken durften. Vielen Dank, lieber Herr Giesecke.

Die Freude rührt natürlich auch daher, dass in Basel schon sehr früh eine kleine Giesecke-Schule entstanden war, an der Schnittstelle von Geschichtswissenschaft und Medienwissenschaft – mithin also exakt dort, wo ich mit meiner zur Zeit laufenden Lehrveranstaltung «Medium Buch» anknüpfen möchte.

Die abgebildeten Karten übrigens hatten wir vor vielen Jahren bereits fabriziert, genauer gesagt anlässlich des ersten grossen Relaunches von hist.net 2001/2002. Im nächsten Jahr werden wir zehn Jahre hist.net feiern und wir hoffen, dass wir, wenn wir schon nicht das Leitmedium des historischen Fachdiskurses sind, doch die eine oder andere Leitfigur der «Basler Elektronischen Schule» dann in Basel werden begrüssen dürfen!

Buchmesse (4): Medium Buch

Am Donnerstag reiste eine grössere Gruppe aus meinem Medienpraktischen Kurs «Medium Buch. Buchgeschichte(n) aus Basel» an die Messe nach Frankfurt. Da es wenig Sinn mach, mit über zehn Leuten gemeinsam durch die Hallen zu laufen, haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt und wer wollte, konnte sich mehrmals im Laufe des Nachmittages an verabredeten Checkpoints einfinden.

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Einer der Höhepunkte des Nachmittages war wohl für die meisten ein kleiner Empfang beim Picus Verlag aus Wien, zu dem wir eingeladen wurden. Helene Griendl stellte uns charmant und kompetent zugleich den kleinen, aber feinen Verlag vor, der sich seit Jahren mit einem qualitativ hochstehenden Programm erfolgreich am hart umkämpften Büchermarkt halten kann. Wie immer werden wir – das heisst alle Kurs-Teilnehmenden – in unserem Wiki über diesen Ausflug berichten.

Medium Buch. Buchgeschichte(n) aus Basel

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Nach dem Medienpraktischen Kurs im letzten Semester zum Thema «Schreiben für Wikipedia» (ich weiss, wenn ich das jetzt noch ein paar Mal hier nenne, wird mich Kollege Hodel vollends auf den Mond schiessen wollen und Google uns wegen Link-Spam sperren …) habe ich für dieses Semester ein Kontrastprogramm vorgesehen: Eine kurze Einführung in die Buchwissenschaft, kombiniert mit einer praxisnahen Beschäftigung mit dem Medium Buch.

Dass die Buchstadt Basel an den diversen Ausbildungsstätten kein buchwissenschaftliches Angebot kennt, erstaunt. Dabei befinden sich einige hochinteressante Einrichtungen in Basel: der weltweit älteste Buchverlag, die Papiermühle mit einer beachtlichen mediengeschichtlichen Sammlung, die Universitätsbibliothek mit einer grossartigen Sammlung von Frühdrucken und und und. Im Kurs «Medium Buch. Buchgeschichte(n) aus Basel» werden wir diese Institutionen aufsuchen und einige dazu: das Buchzentrum zum Beispiel bei Olten und den Karger Verlag und natürlich die Frankfurter Buchmesse.

Ach so: der Kurs ist leider schon mehr als ausgebucht. Aber natürlich werden auch in diesem Kurs die Neuen Medien eine Rolle spielen, ganz so, wie es sich für einen Kurs aus der hist.net-Küche von Haber & Hodel gehört. Die Studierenden werden den Kurs in unserem hauseigenen Wiki dokumentieren, mit Bildern, Berichten, Literaturangaben, Fragen und Kritik. Ein Anfang ist schon gemacht und ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird. Den Abschluss wird übrigens am 20. Dezember ein öffentliches Podium zum Thema «Das Buch am Ende. Am Ende das Buch» bilden. Details folgen!

«Fachdatenbank Buchwissenschaft» online

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Wer sich bereits auf das kommende Herbstsemester einstimmen möchte, dem sei die kürzlich aufgeschaltete «Fachdatenbank Buchwissenschaft» empfohlen: «Die Fachdatenbank Buchwissenschaft vereinigt mit der Wolfenbütteler Bibliographie zur Geschichte des Buchwesens (WBB), der Bibliographie der Buch- und Bibliotheksgeschichte (BBB) und dem elektronischen Bibliothekskatalog des St. Galler Zentrums für das Buch (SGZFB) die drei wichtigsten bibliographischen Instrumente zur Buch- und Bibliothekswissenschaft. Insgesamt werden über 400.000 Monographien, Zeitschriften und Aufsätze aus dem Berichtszeitraum 1840 bis heute nachgewiesen.»

 

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