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«Jefe» Franco? Wie krass ist das denn?

Von der Empörung, die das Erscheinen des spanischen biographischen Lexikon in der spanischen Öffentlichkeit ausgelöst hat, erfahren wir dank Kollege Eisenmengers Sprachkompetenz in seinem ausführlichen Berichts. Im besagten Lexikon, das eben erschienen ist, wird Francisco Franco als „Generalisimo e jefe del Estado español“ bezeichnet, ja, fast gefeiert (PDF-Auszug: hier). Dass die Verfolgungen politischer Gegner nicht nur geschönt, sondern verschwiegen werden, versteht sich da schon fast von selbst. (mehr …)

Ebenfalls Online: Deutsche-Biographie.de


Nicht nur Docupedia-Zeitgeschichte, auch die über 90’000 Einträge aus der Allgemeinen Deutschen Biographie und der Neuen Deutschen Biographie sind seit heute über die neu gestaltete Website Deutsche-Biographie.de online zugänglich, nachdem Teile daraus bereits im letzten Jahr im Rahmen des Kooperationsprojektes Biographie-Portal.eu aufgerufen werden konnten. Mehr über die Projekte kann in einem Artikel von Hans Günter Hockerts und einem Beitrag von Bernhard Ebneth und Stefan Jordan in Erfahrung gebracht werden.

Diese Lancierung wird in diesen Tagen an der Tagung „Vom Nachschlagewerk zum Informationssystem“ am Historischen Kolleg in München feierlich begangen.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Wie waren wir beeindruckt, als wir als Studenten hörten, unser verehrter Lehrmeister sei mit 30 Jahren schon habilitiert gewesen und hätte wenige Jahre später auch schon einen Lehrstuhl gehabt. Nun, solche Karrieren gibt es immer noch und die Forschungsförderung setzt alles daran, die nachwachsenden Forscher so zu trimmen, dass sie am besten schon mit 25 ihre Habilitation einreichen.

Nur: Die Realität ist nicht immer so, wie es sich die Planer vorstellen. Studien aus den USA haben erschreckende Zahlen an den Tag gebracht. Im Bereich Geschichte betrug im Jahre 2005 das Durchschnittsalter, in dem Historiker ihr PhD abschlossen, 35 Jahre. Das Durchschnittsalter, in dem eine Vollprofessur angetreten werden konnte, lag bei unglaublichen 58,7 Jahren. Mehr Details und Nachweise zu den zitierten Studien finden sich im lesenswerten Weblog PhDinHistory.