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Tagung «Offene Archive? Archive 2.0 im deutschen Sprachraum»

Das Programm der Tagung «Offene Archive? Archive 2.0 im deutschen Sprachraum (und im europäischen Kontext)» am 22. und 23. November in Speyer steht und Anmeldungen sind (noch) möglich. Zur Tagung gibt es einen eigenen Blog drüben bei hypotheses.org (wo denn sonst?).

Was heisst und zu welchem Ende nutzt man ein Archivportal?

Nachdem auf Nachfrage meinerseits nun heute endlich das Belegexemplar eines Kurzbeitrages eingetroffen ist, das im Februar in der Zeitschrift arbido (print only) publiziert wurde, erlaube ich mir, mit dem Verlag unabgesprochen den Grünen Weg von Open Access zu praktizieren. Voilà.
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Digitales Landesmuseum, Service Public und die gesellschaftliche Erinnerung

Am Montag, 17. Oktober wird Theo Mäusli unter dem Titel «Digitales Landesmuseum: Die Archive der Service public Medien als gesellschaftliche Erinnerung» an der Univeristät Basel einen öffentlichen Vortrag halten. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Ringvorlesung «Mediengeschichte Schweiz» des Historischen Seminars und des Instituts für Medienwissenschaft, Beginn: 17:15 im Hörsaal 1 des Kollegiengebäudes, Eintritt frei.

Staatsarchiv Basel mit 420’000 digitalen Seiten online

Wie bereits Archivalia berichtet hat (die sind halt einfach immer schneller als wir …) hat das Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt vor einigen Tagen eine grössere Menge an digitalen Dokumenten ins Netz gestellt. «Ab sofort ist eine neue Tranche digitalisierter Archivalien im Online-Archivkatalog einsehbar. Das aktuelle Online-Angebot des Staatsarchivs umfasst insgesamt ca. 40 000 Bilddokumente und rund 420 000 Seiten Schriftdokumente. Digitalisiert wurden im Projekt ‹Informatisierung III› rund 59 Laufmeter Akten. Im Archiv lagern insgesamt ca. 18,5 Laufkilometer Dokumente.»

Anders als Archivalia sind wir nicht so sehr enttäuscht von den neuen Dienstleistungen, zumal noch längst nicht alles fertig ist. Verglichen mit den meisten anderen Archiven in der Schweiz (und nicht nur hier) ist die Relevanz der ausgewählten Materialien, die Qualität der Digitalisate und die Benutzeroberfläche sehr erfreulich.

DOCUMERICA – die USA der 1970er in Fotos

Das Bild, von dem hier ein Ausschnitt zu sehen ist, zeigt Wissenschaftler der Ölfirma Shell am Rande des Golfs von Mexiko vor Key Largo. Sie machen sich bereit zum Tauchen, um die Korallen und die Unterwasser-Geologie vor Ort zu erforschen. Die Aufnahme von Flip Schulke ist undatiert, sie stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1975. Sie ist eine von ca. 15’000 Fotografien aus dem Fundus des Projekts „Documerica„, die die US National Archives in Flickr veröffentlicht haben. Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat in den frühen 1970er Jahren das Projekt „Documerica“ durchgeführt, um den Zustand der Umwelt in den USA zu dokumentieren, und dafür eine Reihe von freien Fotographen angeheuert. Diese haben den Auftrag auch relativ „frei“ interpretiert und eindrückliche Zeitdokumente der Gesellschaft in den USA zu Beginn der 1970er Jahre erstellt. Mit der Veröffentlichung dieser Kollektion ergänzen die National Archives die umfangreiche Sammlung an Bildern, die sie in Flickr, wie viele andere Institutionen des kulturellen Gedächtnis (vgl. den Eintrag von Mills Kelly) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Filme stellen die National Archives auch zur Verfügung – passenderweise auf Youtube (vgl. Eintrag von Peter Haber).

Das intelligente Archiv der Zukunft

BBC zeigt in einem eindrücklichen Clip die Möglichkeiten der Archivsuche in den hauseigenen Sammlungen. Stell Dir vor, das Bundesarchiv würde so etwas anbieten …

(via archivalia)

The art of digital forgetting

[X-Posted from E-Blogs, a European Review of Blogs,translated by Ulrike Anderson]

Yesterday I cleaned up my mobile again. The some hundred SMS I have were – no, not deleted! – but saved. I’m sure this makes me part of a tiny minority of contemporaries. I mean, who archives their sent (as well as received) SMS? Clearly a case of a professional deformation, no doubt.
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Speichern, um zu vergessen

Gestern habe ich wieder mein Mobiltelephon aufgeräumt. Ich habe einige Hundert SMS – nein, nicht gelöscht! – sondern abgespeichert. Damit gehör ich gewiss zu einer winzigen Minderheit von Zeitgenossen. Wer archiviert schon seine eigenen (und die erhaltenen) SMS? Ein klarer Fall einer déformation professionelle, keine Frage.

Dabei gingen mir aber einige Fagen durch den Kopf: Von den rund 1500 Mitteilungen, die sich auf meinem Telephon angesammelt haben, sind geschätzte drei Viertel völlig belanglos. Terminfindungen und dergleichen. Vom übrigen Viertel wiederum ist das meiste interessant, aber auch nicht wirklich wert, für die Nachwelt aufgehoben zu werden. Und dann bleiben höchstens eine Handvoll Textschnipselchen, die ich gerne aufbewahren möchte. So, wie ich auch einige Fetzen Papier aus meiner Kindheit und meiner Schulzeit noch irgendwo in einer Schuhschachtel habe.
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Archives without Borders

«VVBAD, the Flemish association for archivists and librarians, and KVAN, the Dutch association for archivists, are holding an international congress titled Archives without Borders on August 30 and 31, 2010 in the Peace Palace in The Hague, The Netherlands. This Congress commemorates the first international archives conference, which took place in Brussels a century ago in 1910.
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Schweizer Archive online! (zum Teil)

Seit heute ist (wie die u.a. die NZZ unter dem etwas hochtrabenden Titel des „Quantensprungs“ gestern berichtete) das Schweizerische Archivportal unter der leicht irreführenden Adresse „archivesonline.org“ erreichbar: Das Portal bietet nämlich primär eine Meta-Suche über die Findmittel der vier Staatsarchive in Basel, Thurgau, Zug und Zürich sowie des Archivs für Zeitgeschichte. Es sind also nur ausgewählte Archive der Schweiz zugänglich und (trotz der Rede von Volltext) kann kein Archivmaterial online im Original eingesehen werden. (mehr …)