weblog.hist.net

Archiv für das Jahr 2010

Eine Lokalposse als Timeline

In Basel, wo sich bekanntlich der Konzernsitz von hist.net befindet, spielen sich zur Zeit hochdramatische lokalpolitische Medienereignisse ab. Die einzige (und ziemich marode) Lokalzeitung der Stadt wurde vor einigen Monaten von rechtsbürgerlichen Investoren übernommen, eine von links nach rechts konvertierte Edelfeder als Chefredaktor installiert und der abgewählte Bundesrat Christoph Blocher als Berater verpflichtet. Nun aber regte sich Widerstand in der Stadt, die Investoren stiessen daraufhin das verschuldete Lokalblatt an einen gut vernetzten Selfmade-Manager ab und die Restbestände einer kritischen Öffentlichkeit rätseln seither darüber, woher dieser das nötige Kleingeld für diesen Deal hergehabt haben könnte.
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OT: «Gelungene Wissensvermittlung»

DRS 2-Redaktor Patrik Tschudin und Regula Zehnder von DRS 1 haben den Prix Média der Akademien der Wissenschaften Schweiz erhalten. Sie wurden für ihre «gelungene Wissensvermittlung» ausgezeichnet. Wir gratulieren ganz herzlich!

Nachdenken über Weblogs – oder: Nachwirkungen eines analogen Kaffeekränzchens


Kaffeekränzchen anno 1955

Nach einer Woche voller Termine (unter anderem einem Online-Gast-Vortrag in der Lehrveranstaltung „Digitale Arbeitsmethoden“ von Alexander König an der Uni Saarbrücken – schön zusammengefasst hier) hat das zurückliegende (kurze) Wochenende etwas Musse eröffnet, über den Workshop vom 12. November etwas intensiver nachzudenken. Mittlerweile sind ja freundlicherweise bereits einige bloggenden Kollegen in die Bresche gesprungen und haben Ihre Eindrücke bereits mitgeteilt (Dank an dieser Stelle an Kollega die Kolleg/innen Schneider, Sarti, Kelly, Schmalenstroer und Cornelissen).

Das Bild des „Kaffeekränzchens“, das Kollega Schneider – leicht enttäuscht, wie ich unterstelle – in seiner Reaktion auf den Workshop verwandte, hat mich ins (durchaus positive und anregende) Grübeln gebracht. In dieser Formulierung verbergen sich ja Erwartungen und Ansprüche an den Inhalt und die Form eines Diskurses, die offenbar nicht erfüllt worden sind. (mehr …)

Die zwei Körper des Buches. Zur Persistenz eines kulturellen Symbols

Im kommenden Frühlingsemester werde ich unter dem Titel «Die zwei Körper des Buches. Zur Persistenz eines kulturellen Symbols» am Historischen Seminar Basel wieder einmal das Thema Buch aufgreifen. Seit dem Aufkommen digitaler Alternativen erlebt die Diskussion um das Buch als Medium eine Renaissance. Es geht um die reale und symbolische Bedeutung des Buches und um die möglichen digitalen Alternativen, die heute im Gespräch sind. Dabei zeigt sich, dass die «Mythen der Buchkultur» (Giesecke) eine weitereichende kulturprägende Bedeutung in unserer Gesellschaft haben.
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Wir betreiben hier übrigens ab sofort Facebookologie

Einfach damit es hier festgehalten ist: Wir betreiben ab sofort hier nicht nur Wikipedistik, sondern auch Facebookologie. Da es den Ausdruck in der deutschen Sprache laut unser aller Google noch nicht gibt, führen wir ihn damit nun ein.

Vom Beamer-anschliessen-können zum Web 2.0

Kollege Michael Schmalenstroer hat einen nicht nur sehr ausführlichen, sondern auch wunderschön illustrierten Bericht über den Workshop letzten Freitag ins Netz gestellt (Kollega Hodel, wieso ist dieses Weblog noch unbesprochen???). Wir haben uns erlaubt, lieber Michael Schmalenstroer, ein Bild kurzfristig uns auszuleihen, gleichsam als Zitat und Appetizer …

Alle Einträge zum Workshop gibts hier.

Geschichtsfernsehen bei der SRG

Tagesschau vom 17.10.2010

Die SRG dreht zur Zeit eine historische Dokumentation über Henri Dufour, den ersten General der Schweiz. Die Dreharbeiten dazu haben im Oktober begonnen, wie die Tagesschau vor einigen Tagen berichtete. (vielen Dank Belinda Joho für den Hinweis!).

The Historical Sciences and Web 2.0

Mills Kelly hat ganz offenbar seinen transatlantischen Flug zurück nach Washington D.C. genutzt, um einen ersten Bericht über den Workshop vom Freitag zu posten. Danke für die Blumen und wir freuen uns auf den weiteren Austausch zwischen Fairfax und Basel.

«Deins, meins, unseres. Kulturen des Urheberrechts»

Am netzpolitischen Kongress «Gesellschaft digital gestalten» von Bündnis90/Die Grünen in Berlin hielt am letzten Freitag Prof. Dr. Reto Hilty vom Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum einen Vortrag mit dem Titel «Deins, meins, unseres. Kulturen des Urheberrechts», der im Netz (wir waren ja nicht dabei, sondern am eigenen Workshop) bereits viel Lob geerntet hat. Da Hilty einige der auch für die wissenschaftliche Wissensproduktion wesentlichen Fragen pointiert zur Sprache bringt, verweisen wir an dieser Stelle auf die schriftliche Kurzfassung des Vortrages.

Analoge Kaffeekränzchen in Basel?

Während wir uns noch mit den MP3-Dateien herumplagen, hat Kollege Schneider aus Hannover schon in die Tasten gegriffen und einen ersten Bericht über den gestrigen Workshop ins Netz gestellt. Wofür ihm herzlich gedankt sei. Die Diskussion ist somit eröffnet und – wie bereits am Workshop erwähnt – die Dokumentation folgt in Bälde.