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Archiv zur Kategorie 'Netzwelten'

Rätsel der Guttenberg-Plagiate gelöst!


Gefunden bei Newsnetz.
Wer es immer noch nicht glauben kann oder aus längerer Ferienabsenz zurückkehrt: Hier was bei der FAZ, hier vieles bei der Zeit. Alles andere bei Kollega Google, Archivalia oder (warum nicht) bei „GuttenPlag Wiki“ (soviel Schwarmintelligenz muss sein).

Denn (soviel Häme muss sein) schon bald wird Google (oder sonstwer) auf dem Netz einen Online-Dienst anbieten, wo man Thema, Abschluss (Bachelor, Magister, Doktor), Fachrichtung etc. eingeben kann – und dann erstellt einem das Ding das Zeug direkt aus dem Internet. Guttenberg durfte halt erst mit einem Prototypen arbeiten. Darum die Aufregung. In 5 Jahren ist das völlig normal und in der Academia rundum akzeptiert, dann hat das Programm nämlich das korrekte Zitieren voll drauf. Und wenn doch ein Plagiat entdeckt wird: Der Computer wars, sorry!

Historisch-statistische Analysen mit Google Books

Passend zum kürzlich an dieser Stelle erfolgte Hinweis von Kollega Haber zum zahlenbasierten Charakter digitaler Geschichte hat Mills Kelly in seinem Blog an drei einfachen Beispielen erläutert, wie er die neue Funktion Ngram Viewer aus den Google Labs in seinen Einführungskursen zu verwenden beabsichtigt. (mehr …)

«Google Classic»


«Please allow 30 days for search results» – Priceless. (via Adresscomptoir)

Die Zukunft des Buches, noch eine weitere Version

The Future of the Book. from IDEO on Vimeo.

Ideo, eine Agentur für Gestaltung und Design, nutzt (wie andere auch) den aktuellen Hype um Tablets und E-books, um in einer schön aufgemachten Video-Präsentation über die Zukunft des Buches nachzudenken. Sie präsentieren drei Konzepte, wie das Buch in der Zukunft aussehen könnte. „Nelson“ betrifft vor allem Sachbücher und ihre Wirkung in der Öffentlichkeit und konzentriert sich auf die Vernetzung von Hintergrund-Informationen und öffentliche Diskurse. „Coupland“ betont den sozialen Kontext von Buchlektüre und ermöglicht den Austausch über Leseerfahrungen in einem privaten oder professionellen Netzwerk. „Alice“ spekuliert über die interaktiven Möglichkeiten der digitalen Belletristik. Werden die Bücher in 10, 15 Jahren so aussehen? (mehr …)

Zwitschernde „Geschichte+Informatik“

Nicht nur Mediävisten twittern. Auch der Verein „Geschichte und Informatik“ (=AHC Schweiz) hat, kaum ist ein neuer Vorstand gewählt, die Zeichen der Zeit erkannt und publiziert auf dem Twitter-Account „G+I“ regelmässig Fundstücke aus dem Netz zum breiten Themenfeld des Einsatzes und der Verwendung von Informatik in der Geschichtswissenschaft – aber auch zur Geschichte der Informatik.

Schweizer Archive online! (zum Teil)

Seit heute ist (wie die u.a. die NZZ unter dem etwas hochtrabenden Titel des „Quantensprungs“ gestern berichtete) das Schweizerische Archivportal unter der leicht irreführenden Adresse „archivesonline.org“ erreichbar: Das Portal bietet nämlich primär eine Meta-Suche über die Findmittel der vier Staatsarchive in Basel, Thurgau, Zug und Zürich sowie des Archivs für Zeitgeschichte. Es sind also nur ausgewählte Archive der Schweiz zugänglich und (trotz der Rede von Volltext) kann kein Archivmaterial online im Original eingesehen werden. (mehr …)

Computer-Nostalgie


Am 14. Oktober 1974 (so sagt Wikipedia) wurde in Eching bei München der erste IKEA-Laden in Deutschland eröffnet und – weitaus interessanter – unterhielt sich eine gewisse Nancy am Mansfield State College mit einem Univac 70/3 Computer (so zeigt BoingBoing). Nun, fast 36 Jahre später, ist der Ausdruck dieses Mensch-Maschine-Zwiegespräch aus einer Schublade oder einer Kartonschachtel wieder ans Tageslicht und (via Scanner und Breitband-Uplink) auf das (damals schon in Kinderschuhen erste Gehversuche vollbringende) Internet gelangt – und löst mit seiner Mischung aus aufgesetztem Jahrmarktsgeschrei („HOW ABOUT THAT!!“) und unfreiwilliger Computerkomik („LINE ERROR, RETRANSMITTING“) bei ungezählten Leser/innen heftige Computer-Nostalgie-Schübe aus, zum Beispiel: (mehr …)

Fernseh-Archive im Internet (Update)

Warum der Tages-Anzeiger in seiner Online-Ausgabe gerade gestern das Thema „Fernseh-Archive im Internet“ aufgenommen hat, bleibt mir verschlossen. Dennoch bietet der Artikel neben einer Aufzählung jener Archive, die wir hier auch schon vorgestellt haben (insbesondere das französische Projekt INA und das Archiv der BBC), noch die eine oder andere Hintergrund-Information von den Projektverantwortlichen der Archiv-Digitalisierung beim Schweizer Fernsehen, deren Arbeit im Archiv-Portal beurteilt werden kann.

Wenig erstaunlich sind die fehlenden Kontextinformationen und die unklare Urheberrechtslage die wichtigsten Gründe, warum nicht alle vorhandenen Archivmaterialien nach der Digitalisierung im Internet frei zugänglich gemacht werden. Dies gilt insbesondere für das (titelabweichend aber lead-konform im Artikel ebenfalls behandelte) Archiv des Radio DRS.
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Hitlerblog: Geschichtsblog des Monats Mai 2010

Kann man ein Weblog eines Politik-, Kommunikations- und Medienwissenschafters als Geschichtsblog bezeichnen? Daniel Erks „Hitlerblog“ ist weder ein geschichtswissenschaftliches Unterfangen, noch befasst es sich im herkömmlichen Sinne mit Phänomenen der Vergangenheit. Vielmehr interessiert sich Erk für die geschichtskulturellen Erscheinungsformen des Nationalsozialismus (und seiner Insignien) im Allgemeinen und der Figur Hitlers im Besonderen. Das Weblog belegt in regelmässigen Abständen, dass das Internet wenn nicht die Menge und Varianz der Auseinandersetzung mit der wohl bestgehassten historischen Person, so doch die Dokumentation der vielfältigen Beschäftigungsformen mit ihr befördert hat.
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Das war Google


Weil sich schon in wenigen Monaten, ja schon übermorgen keiner und keine mehr daran erinnern werden, wie noch gestern jene Web-Seiten ausgesehen haben, die wir alle am häufigsten anschauen (nämlich Google-Ergebnis-Seiten), veröffentlichen wir hier einen Screenshot aus dem Jahre 2007 (oben) – und einen von heute mittag (unten). Die wayback machine des Internet Archive speichert nämlich nur die Startseite von Google (z.B. vom 25. Oktober 2002). Irgendwann werden sich die Historiker/innen vielleicht fragen: Was genau haben die Leute eigentlich gefunden, als sie zu Beginn des 21. Jahrhundert in Google gesucht haben, und wie wurden diese Ergebnisse dargestellt?
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