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Archiv zur Kategorie 'Berichte und Rezensionen'

«httpasts://digitalmemoryonthenet» – Berichte und Reflexionen

16.4.2011: 23.30 Uhr
Am Samstag herrscht, man muss es sagen, etwas Kehraus-Stimmung. Die Reihen haben sich gelichtet und lichten sich im Verlauf des Vormittags weiter – was durchaus als bedauerlich zu bezeichnen ist. Denn Benjamin Jörissen bringt noch einmal in einem kurzen, prägnanten Vortrag den bei dieser Tagung relevanten Zusammenhang von Bildung, Medien und Erinnerung auf den Punkt. Kern der Aussagen: Medien strukturieren die Erinnerungspraxen und der digitale Medienwandel führt dazu, dass mehr Mitglieder der Gesellschaft sich im Rahmen der Erinnerungskultur artikulieren und damit an ihr partizipieren können.
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Digitalhistoryblog – Geschichtsblog des Monats April 2011


Ja, wir haben einige Einträge in die Rubrik „Geschichtsblog des Monats“ ausgelassen – drei, um genau zu sein. Der letzte Eintrag im Dezember wies auf ein Weblog hin, dessen Betreiber bereits mit einem anderen Weblog-Projekt zum Geschichtsblog des Monats gekürt worden war. Das verhält sich bei dieser Weblog-Vorstellung exakt gleich. Das Weblog Historia i Media1 von Marcin Wilkowski war im September 2007 als Geschichtsblog des Monats vorgestellt worden. Nun hat Wilkowski ein neues Weblog-Projekt mit dem Titel „The Social Use of Digital History (digitalhistoryblog)“ gestartet, das wir hier gerne der interessierten Weblog-Gemeinschaft vorstellen.
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  1. anfangs zweisprachig, jetzt nur noch polnisch []

Schmalenstroer.net – Geschichtsblog des Monats Dezember 2010


Zum Jahresende (bzw. zum Jahresanfang) sei die Gelegenheit genutzt, im Rahmen der Serie Geschichtsblog des Monats nach einer Reihe von Gruppen-, Medien- und Institutionsblogs wieder auf ein individuelles Geschichtsblog hinzuweisen: Schmalenstroer.net. Der Betreiber Michael Schmalenstroer, Student der Geschichte an der Universität Freiburg und Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Asch, ist damit der erste Geschichtsblogger, der zum zweiten Mal in dieser Rubrik Aufnahme findet. Denn er betreut auch das hier bereits früher behandelte, bislang einzigartige Geschichtsblog „Klio surft„.
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AGFNZ – Geschichtsblog des Monats November 2010

Erstaunlicherweise tauchen in den letzten Monaten immer mehr Weblogs in der Geschichtsblogosphäre auf: solche von Einzelpersonen aber auch solche von Gruppen und Institutionen. Zu letzterem zu zählen ist das im September eröffnete Weblog der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit (AGFNZ) des deutschen Historikerverbands. Das Weblog ist Teil des Webauftritts der AGFNZ, der das Fachgebiet und die AG vorstellt und Informationen zu Studienmöglichkeiten und zur Behandlung der Epoche in der Schule anbietet. Allerdings sucht auch dieses Weblog ein wenig nach seiner Bestimmung, scheint sich also gut einzufügen in die hier auch schon behandelte Diskussion zur Frage, was Geschichtsblogs sind, sein könnten oder sein sollten.

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Q History – Geschichtsblog des Monats Oktober 2010


Der Geschichtsblog dieses Monats ist ein weiterer Vertreter der Cross-Media-Blogs: Institutionen oder Redaktionen setzen sich mit historische Themen auseinander und verteilen die Produkt in verschiedenen Medien-Kanälen. Das ist beispielsweise beim BBC History Blog so gewesen. Bei Q History handelt es sich um ein Sendegefäss des Campus-Radio „Q“, eines Hochschulrundfunk-Projektes, dass seit 1999 in Münster auf Sendung ist. Radio Q ist ein Programm von Studierenden für Studierende und deckt (nebst dem Senden von Musik) verschiedene Interessen von Hochschulangehörigen ab. Hierzu gehört auch das Magazin Q History, das im Sommersemester 2009 an den Start ging und von einer fünfköpfigen, vermutlich Geschichte studierender1 Redaktion betreut wird. Begleitend zu den monatlichen Radio-Sendungen, die sich immer einem bestimmten Thema zuwenden, publiziert die Redaktion die Inhalte der Sendungen auch noch aufbereitet auf dem sendungseigenen Weblog.
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  1. leider wird das auf den einschlägigen Seiten nicht nicht näher erläutert []

N’oubliez pas le guide

Irgendwann Anfang der 80er Jahre besichtigte ich als Teenager mit Eltern und Bruder die Wehranlagen von Carcassonne. Oder, präziser: Ich nahm an einer Führung teil. Ich verstand zwar kein Wort dessen, was der „guide“ (oder die „guide“, denn es war eine Frau) uns über die historische Bedeutung der Stadtmauern mitteilen wollte, jedenfalls erinnere ich mich nicht mehr (Stichwort „Vergessen“). Woran ich mich aber erinnere war der obligate Spruch am Ende der Führung, der in Frankreich zur stehenden Redewendung geworden ist: „N’oubliez pas le guide!“ Die Aufforderung, das Nicht-Vergessen nicht zu vergessen, war nicht als Bitte gemeint, die Führung in guter Erinnerung zu behalten, sondern wollte sicherstellen, dass der Person, welche die Führung durchgeführt hatte, beim Abschied ein Trinkgeld entrichtet würde.

Die Episode fiel mir ein bei der Vorbereitung für einen Workshop, den ich an der Fachtagung „Geschichtsvermittlung am originalen Schauplatz“ moderieren soll, die am 16. und 17. Oktober im Rahmen der 700-Jahr-Feierlichkeiten des Klosters Königfelden stattfindet. Der Workshop (als einem von acht) soll sich mit der Frage befassen: „Hat Historisches Lernen am originalen Schauplatz angesichts von Wikipedia, TV-Dokumentationen und Online-Museen noch Zukunft?“ Ich meine: Ja.

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Internet? Zum Vergessen.

Viktor Mayer-Schönberger hat ein Buch darüber geschrieben, dass dem Internet das Vergessen beigebracht werden müsste. Zu viele private und kompromittierende Daten schwirrten durch das Internet und brächten die Leute in Schwierigkeiten, etwa wenn Leute entlassen (oder gar nicht erst eingestellt werden), weil auf Facebook freizügige Fotos der letzten Beach-Party zu sehen sind. Dass Herr Mayer-Schönberger ein (angesehener) Jurist ist, der sich mit der Rechtsetzung im Bereich der Informationstechnologie befasst, erklärt, warum er gerne eine juristische Lösung mit „Verfalldaten“ einführen würde, an denen heikle Daten im Netz automatisch gelöscht werden sollen. Wäre Herr Mayer-Schönberger Archivar, Medienwissenschaftler oder Soziologe, würde er das Problem wohl aus einer anderen Warte betrachten und entsprechend zu einem anderen Schluss kommen. (mehr …)

Geschichtsunterricht der Zukunft?


Ist das die Schule der Zukunft? Spötter/innen würden wohl ätzen, dies sei doch eher die Gegenwart der Schule – wenn der Lehrer grade etwas an die Tafel schreibt.

Während an der Frankfurter Buchmesse die (natürlich digitale) Zukunft des Buches (wieder einmal) verhandelt wird,1 wird an anderen Orten der Unterricht der Zukunft geprobt (und damit auch die Zukunft des Geschichtsunterrichts). Konkret: in Goldau; konkreter: in einer sechsten Primar-(=Grund-)Schul-Klasse mit einem Smartphone; noch konkreter: im Rahmen eines Forschungsprojektes der Pädagogischen Hochschule Schwyz, unter der Leitung von Kollega Beat Döbeli (hier auch schon erwähnt) – so steht es in einem Artikel im heutigen Tages-Anzeiger.
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  1. Kollega Haber ist vor Ort und wird uns sicher seine Einschätzungen mitteilen – wer nicht so lange warten mag, kann sich schon mal Frederico Heinz‘ Ausführungen in der Zeit zu Gemüte führen []

„Historikertag“ – Geschichtsblog des Monats September 2010

Schon der letzte Historikertag anno 2008 wurde von einem Weblog begleitet – und dieses hier als Geschichtsblog des Monats September 2008 vorgestellt. Das Weblog war seinerzeit das Ergebnis studentischen Engagement im Rahmen eines Seminars. Nun, 2010, wird der kommende Historikertag wieder von einem Weblog begleitet, doch dieses Mal ist der Auftritt deutlich professioneller. Zwar ist das Weblog zum Historikertag nicht integraler Bestandteil der offiziellen Website, was die ungeübten Betrachter/innen etwas verwirren mag, ist dafür aber im renommierten Wissenschafts-Blog-Netzwerk ScienceBlog integriert.
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After the Hype has gone – kleine Zwischenbilanz zu eLearning und eResearch


Eigentlich ist dieser Weblog nichts anderes als ein permanentes Ziehen von Zwischenbilanzen über die Auswirkungen des digitalen Medienwandels auf die Praxis der Geschichtswissenschaft in Lehre und Forschung. Hier sei aus gegebenem Anlass (GMW-Konferenz 2010 und infoclio-Tagung zu digitalen Infrastruktur-Angeboten) eine weitere solche vorläufige, sich in den laufenden Diskurs einbringende (und daher viele Erkenntnisse in neuer Ausprägung paraphrasierende) Zwischenbilanz gezogen.
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