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Einträge von jan hodel

Konferenz-Ankündigung: «httpasts://digitalmemoryonthenet»

Aufgeschreckt durch die Rüge von Kollega Haber trage ich hier pflichtschuldigst einen Hinweis auf eine Tagung nach, die nächste Woche in Berlin stattfindet. Die Bundeszentrale für politische Bildung organisiert unter dem Titel httpasts://digitalmemoryonthenet in Zusammenarbeit mit 3Sat und der deutschen Kinemathek eine internationale Tagung, die sich mit dem Zusammenhang von Internet und Erinnerungskultur befasst. Das Feld an Referentinnen und Referenten ist illuster – und das natürlich unbesehen von meinem kleinen bescheidenen Beitrag am Samstag morgen im Workshop zu “Geschichtsrecherche im Internet”, den ich gemeinsam mit Kollege Alexander König durchführe.

Das komplette Programm ist hier zu finden, Anmeldungen sind noch bis morgen mit einem e-Mail an erinnerungskultur@projekt-relations.de möglich.

April, April by NZZ


Leider muss ich Kollega Haber enttäuschen, denn ich kann nicht mit einem Aprilscherz aufwarten dieses Jahr (kein Scherz). Zumal ich gegen die Originalität der NZZ wohl kaum hätte bestehen können. Dort wird nämlich vermeldet, Wikileaks werde in Kürze sensationelle Dokumente veröffentlichen, die den Mord an Julius Caesar in ein völlig neues Licht stellten. So kann man das Thema «Digital History» natürlich auch angehen, ja, das hätte sogar Potential – wenn es nicht so dick aufgetragen wäre: Neben Wikileaks taucht ein obskurer finnischer Radiosender auf, der die Dokumente auf lateinisch auf seiner Website publiziert (weil ja weniger Leute finnisch verstehen als lateinisch), die CIA, die in der lybischen Wüste in einem Gaddafi-Bunker die Dokumente gefunden hat (und dabei von Gaddafis weiblicher Leibwache gefangen genommen wurde), natürlich Silvio Berlusconi, der sein Amnestiegesetz bis in römische Zeit rückwirkend in Kraft setzen will, ja, und weiteres mehr. Fröhliches April feiern!

Google Books: So nicht!

Uns erreicht eine überraschende Meldung aus den Vereinigten Staaten. Richter Danny Chin im Bundesstaat New York hat den Vergleich zwischen Google und Verlegern für ungültig erklärt. Diese sah vor, dass Google alle Bücher auf Vorrat einscannen konnte. Wer sich dadurch in seinen / ihren Urheberrechten beschnitten fühlte, musste explizit darauf hinweisen, dass seine Daten gelöscht, bzw. unzugänglich gemacht wurden. Richter Chin fand, das ginge zu weit und hat die Parteien zur Überarbeitung des Abkommens geschickt. Google ist “enttäuscht”. Das können wir uns denken!

Mitteilung bei Heise.

Plagiate – und kein Ende?

Kollega Haber fragte in seinem Kommentar zur Guttenberg-Plagiats-Affäre, wo Stefan Weber denn in dieser ganzen Diskussion geblieben sei. Nun denn: in einem Artikel des Tagesanzeigers über den erneut vorgebrachten Verdacht, der österreichische Politiker Johannes Hahn habe in seiner Dissertation auch plagiiert, wird Stefan Weber genannt. Er hat vom österreichischen Politiker Peter Pilz den Auftrag erhalten, Hahns Dissertation aus dem Jahr 1987 einer gründlichen Analyse zu unterziehen.

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Rätsel der Guttenberg-Plagiate gelöst!


Gefunden bei Newsnetz.
Wer es immer noch nicht glauben kann oder aus längerer Ferienabsenz zurückkehrt: Hier was bei der FAZ, hier vieles bei der Zeit. Alles andere bei Kollega Google, Archivalia oder (warum nicht) bei “GuttenPlag Wiki” (soviel Schwarmintelligenz muss sein).

Denn (soviel Häme muss sein) schon bald wird Google (oder sonstwer) auf dem Netz einen Online-Dienst anbieten, wo man Thema, Abschluss (Bachelor, Magister, Doktor), Fachrichtung etc. eingeben kann – und dann erstellt einem das Ding das Zeug direkt aus dem Internet. Guttenberg durfte halt erst mit einem Prototypen arbeiten. Darum die Aufregung. In 5 Jahren ist das völlig normal und in der Academia rundum akzeptiert, dann hat das Programm nämlich das korrekte Zitieren voll drauf. Und wenn doch ein Plagiat entdeckt wird: Der Computer wars, sorry!

Schmalenstroer.net – Geschichtsblog des Monats Dezember 2010


Zum Jahresende (bzw. zum Jahresanfang) sei die Gelegenheit genutzt, im Rahmen der Serie Geschichtsblog des Monats nach einer Reihe von Gruppen-, Medien- und Institutionsblogs wieder auf ein individuelles Geschichtsblog hinzuweisen: Schmalenstroer.net. Der Betreiber Michael Schmalenstroer, Student der Geschichte an der Universität Freiburg und Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Asch, ist damit der erste Geschichtsblogger, der zum zweiten Mal in dieser Rubrik Aufnahme findet. Denn er betreut auch das hier bereits früher behandelte, bislang einzigartige Geschichtsblog “Klio surft“.
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Historisch-statistische Analysen mit Google Books

Passend zum kürzlich an dieser Stelle erfolgte Hinweis von Kollega Haber zum zahlenbasierten Charakter digitaler Geschichte hat Mills Kelly in seinem Blog an drei einfachen Beispielen erläutert, wie er die neue Funktion Ngram Viewer aus den Google Labs in seinen Einführungskursen zu verwenden beabsichtigt. (weiterlesen …)

«Google Classic»


«Please allow 30 days for search results» – Priceless. (via Adresscomptoir)

Information, Reflexion, Publikation: Was (Geschichts-) Weblogs sein können

Das Thema Weblog und seine Potentiale für die Geschichtswissenschaften – und vor allem die Frage, warum diese Potentiale nicht genutzt werden – beschäftigt uns in den letzten Wochen, im Kontext des Workshops in Basel am 12. November, wieder etwas intensiver – nachdem die Vorstellung des Nachrichtendienst für Historiker als Weblog des Monats Juni schon zu einer kurzen Auseinandersetzung über die Frage geführt hat, was ein Weblog überhaupt sei.

Hier soll ein erster Versuch gemacht werden, einige grundlegende Funktionen von Weblogs zu benennen, die für die Geschichtswissenschaften und damit für Historikerinnen und Historiker von Bedeutung sein könnten. Vielleicht kann dieser Versuch beim Ansinnen hilfreich sein, den Nutzen von Weblogs und deren Einsatzmöglichkeiten in geschichtswissenschaftlichen Arbeitszusammenhängen besser zu verstehen und entsprechende Initiativen zu entwickeln.
Kern dieser Überlegungen ist die Eigenschaft von Weblogs als “Selbstverlags-Tool”, zur persönlichen oder gruppenspezifischen Profilbildung in der Scientific Community dienen zu können. Dabei lassen sich die verschiedenen Ausprägungen dieser Profilbildung mit den Kategorien Information, Reflexion und Publikation fassen. Dabei müssen Weblogs keinesfalls nur eine oder alle dieser Kategorien abdecken; Mischformen mit Beiträgen, die mal zur einen oder anderen der genannten Kategorien gezählt werden können, sind die Regel.
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AGFNZ – Geschichtsblog des Monats November 2010

Erstaunlicherweise tauchen in den letzten Monaten immer mehr Weblogs in der Geschichtsblogosphäre auf: solche von Einzelpersonen aber auch solche von Gruppen und Institutionen. Zu letzterem zu zählen ist das im September eröffnete Weblog der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit (AGFNZ) des deutschen Historikerverbands. Das Weblog ist Teil des Webauftritts der AGFNZ, der das Fachgebiet und die AG vorstellt und Informationen zu Studienmöglichkeiten und zur Behandlung der Epoche in der Schule anbietet. Allerdings sucht auch dieses Weblog ein wenig nach seiner Bestimmung, scheint sich also gut einzufügen in die hier auch schon behandelte Diskussion zur Frage, was Geschichtsblogs sind, sein könnten oder sein sollten.

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