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Talking Historians

Die Pläne für die hist.net-Talks sind nun auch schon einige Jahre alt, aber sie liegen noch immer in der Schublade. An der fehlenden Lust liegt es nicht, eher an Zeitmangel. Die Idee war simpel und wenig phantasievoll: Zusammen mit den Kollegen der Wiener Elektronischen Schule [1] treffen wir uns alle paar Wochen zu einem rund 30 bis 60 Minuten dauernden Talk, um aktuelle Entwicklungen in den Digital Humanities und rund um die Projekte, die wir in Basel und Wien am Laufen haben, zu besprechen. Ein digitales Quartett sozusagen.

Aber wie gesagt, im Moment liegen die Pläne brach.

Immerhin machen aber die Kollegen vom Roy Rosenzweig Center for History and New Media [2] an der George Mason University genau dies seit einigen Jahren mit einem bewundernswerten Durchhaltevermögen und vielen spannenden Gesprächen. Zm Inventar von Digital Campus [3] gehören das Triumviarat des Centers bestehend aus Dan Cohen [4], Mills Kelly [5] und Tom Scheinfeldt [6] sowie Amanda French [7], die umtriebige THATcamp [8]-Koordinatorin des Centers.

Seit kurzem ist auch eine sehr spezielle Talkrunde regelmässig virtuellen Äther: t4lk [9], eine gelegentlich etwas chaotische, aber immer absolut spannende Runde. Unter dem Motto «Vier – freilich selbsternannte – Online-Experten reden miteinander» sind jeweils Patrik Tschudin [10], Reto Hartinger [11], Jürg Stuker [12] und Hannes Gassert [13] zu hören. Im Mittelpunkt stehen Fragen des Marktes, der Sinnhaftigkeit und der grossen Trends im Bereich Netzkultur und Social Web. Die fröhliche Runde dauert jeweils eine Stunde (oder auch länger) und die besprochenen Projekte werden auf der Website dokumentiert. Ein Muss für alle Technikinteressierte, die der schweizerichen Spielart des Deutschen mächtig sind. Eine exklusive Veranstaltung also gleichsam unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Nachdem ich heute die siebte Folge [14] von t4lk angehört habe (IMHO die beste bisher) habe ich nicht nur begriffen, um was es vielleicht gehen könnte bei diesem ganzen nervigen Hype um Google Plus, sondern auch Lust gekriegt, die eigenen, alten Pläne aus der Schublade zu kramen. Mal sehen.

Das Bild des Hacker-Radios stammt von Roo Reynolds [15] und steht unter CC BY-NC 2.0 [16]