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Data Driven History

«Digital» bedeutet zunächst einmal, «auf Ziffern beruhend», «durch Ziffern ausgedrückt». Hauptmerkmal einer digitale Geschichtsschreibung wäre demnach ihre Zahlenbasiertheit. Tatsächlich deutet vieles daraufhin, dass mit dem «digital turn» der letzten Jahre Zahlen und Daten eine neue Bedeutung in der Geschichtswissenschaft erhalten könnten.

Anders aber als bei der quantitiv orientierten Geschichtswissenschaft, die sich seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts als eine «Historische Sozialwissenschaft» zu formieren begann, orientiert sich eine neue, eben erst entstehende «data driven history» an kulturwissenschaftlichen Methoden und Fragestellungen.

Anthony Grafton hat es so formuliert: «The digital humanities do fantastic things. I’m a believer in quantification. But I don’t believe quantification can do everything. So much of humanistic scholarship is about interpretation.»

Am heutigen Open Data Day trafen sich in Basel einige Interessierte zu einem ersten Informationsaustausch, wobei auch das Thema «Data Driven History» diskutiert wurde. Mehr dazu in unserem Wiki.

Im Bild eine etwas ältere historische Datenaufbereitung: William Playfair zeigte in seinem 1786 erstmals in Cambridge erschienenen «Commercial and Political Atlas» den zeitlichen Verlauf der Handelsbilanzen zwischen England und Dänemark.

Ein Kommentar auf “Data Driven History”

  1. Daniel Burckhardt meint:

    Anregende Beiträge sind unter http://www.drewconway.com/zia/ zu finden, insbesondere die Software-Empfehlungen für Data-Miniung und Netzwerkanalyse: „Must-Have Python Packages for Social Scientists“ http://www.drewconway.com/zia/?p=204 und „Must-Have R Packages for Social Scientists“ http://www.drewconway.com/zia/?p=1614

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