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Blog//Stress//Schluss?

Eigentlich wollte ich ja ins Bett. Da surfte ich noch ein wenig durch meine Bloglines. Entdeckte einen Eintrag in Mandy Schiefners edu-blog zum Weblog-Stress, der auf einen Artikel in der Zeit verwies, den ich hier unter dem Stichwort Zeit auch schon zitiert habe (Titel: Fluch der Unterbrechung. In meinem Fall: Unterbrechung, schlafen zu gehen). Den hatte ich damals aus Beats Blog, der auch von Schiefner zitiert wird, denn Beat hat auch etwas zum Trend (?) geschrieben, dass man jetzt wieder seine Blogs zumacht, wenn man auf sich hält. Zurück bei Schiefner sehe ich, dass sie (kleiner Umweg über Google: ist Mandy ein weiblicher Vorname? In diesem Fall schon – aber das hätt ich eigentlich auch auf ihrer Vita-Page rausfinden können) auch aus Stefan Webers Publikation Google/Copy/Paste-Syndrom zitiert (die wirklich zu denken gibt – bei uns hat das Peter Haber übernommen…) und sich anregen dazu anregen liess, zum Problem der Infomanie ein Blogeintrag zu schreiben. Und dem Stress, den ein Blog bedeuten kann. Und den zweifelnden Fragen an sich selbst, ob man jetzt mal den kontrollierten Ton verlassen darf – oder sich doch lieber zurückhält. Ob der Blog nur einem selber was bringt – oder auch jenen, die ihn lesen. Ob man jetzt selber auch schon internetsüchtig ist („Das Netz wird zentral für das Denken und Handeln“ – aber hallo!), wie laut Pressemeldung 15% Prozent der chinesischen Jugendlichen. Und ob man nicht doch lieber diesen Blog-Eintrag hätte bleiben lassen sollen, da man mit Bestimmtheit über Jahre immer wieder von wildfremden Leuten an irgendwelchen Tagungen angesprochen wird auf den „Beitrag mit dem Blog-Stress und den internet-süchtigen Chinesen“ und man weiss nicht recht, ob man jetzt hochgenommen wird und die Glaubwürdigkeit für immer und ewig im Eimer – aber da ist der „Veröffentlichen“-Button schon gedrückt. Der Beitrag läuft über den RSS-Feed, wird von den nimmermüden Technorati-, Google- und Yahoo-Bots gescannt und brennt sich auf ewig ins Digitale Gedächtnis der Welt ein, das einfach nichts vergessen kann, nicht einmal diesen Blog-Eintrag. Und es folgt ein unruhige Nacht mit Kyrill und mit wilden Träumen von jungen Chinesen, die Stefan Weber copy/pasten und die Schliessung von übermüdeten Blogs verlangen…

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